Mittwoch, 21. Februar 2018
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Zickenalarm gibt es bei den Funken nicht

Die Mädchen der Funkengarde des Kröpeliner Karnevalvereins haben viel Freude am Tanzen, kennen aber auch das Lampenfieber. Untereinander verstehen sich die Schützlinge von Trainerin Silke Kröning sehr gut.

Kröpelin Viel kleiner dürfte der Therapieraum im Awo-Seniorenzentrum auf dem Kröpeliner Wedenberg nicht sein. Denn die Mädchen, die sich dort jeden Freitag Abend zum Training treffen, brauchen Bewegungsfreiheit für ihren Tanz. „Acht Tänzerinnen gehören zur Funkengarde, aber einige Positionen haben wir doppelt besetzt, falls mal ein Mädchen für einen Auftritt ausfällt“, sagt Silke Kröning. Sie ist seit mehr als zehn Jahren Trainerin der Funkengarde des Kröpeliner Karnevalvereins. „Im letzten Frühjahr hatte ich erst aufgehört, weil es aus beruflichen Gründen nicht mehr passte. Aber dann drohte die Gruppe auseinanderzubrechen. Zum Glück klappte es doch noch, Beruf und Ehrenamt aufeinander abzustimmen“, so die 42-jährige Kröpelinerin.
„Wir waren sehr froh, als wir erfuhren, dass Silke uns weiter trainieren kann“, berichtet Luisa. Mit fünf Jahren hatte sie angefangen, im Karnevalverein zu tanzen. Das war vor zehn Jahren. „Aber aufgeregt bin ich vor dem Auftritt immer noch. Besonders, wenn ich Leute aus dem Publikum kenne“, verrät die 15-Jährige. Trotz allen Lampenfiebers bereitet das Tanzen den Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren viel Freude. Ob ihr der Gardetanz oder der Showtanz besser gefällt, mag Katarina nicht beurteilen. „Beim Showtanz geht es lockerer zu“, so die 12-Jährige. Obwohl die Funkenmädchen unterschiedlichen Alters sind, verstehen sie sich untereinander recht gut.

„Sie streiten sich kaum und richtigen Zickenalarm gibt es bei uns gar nicht“, betont Silke Kröning. Da sie jedes Mädchen in der Gruppe von klein auf kennt, weiß sie, wie sie auf sie eingehen kann.

Dass sie irgendwann mal ein paar Jungs überzeugen könnten, bei der Funkengarde mitzutanzen, glauben die meisten Mädchen in der Gruppe nicht. „Die würden sich nicht trauen“, meint Cindy. Aber persönlich nachgefragt, habe sie selber noch nicht, fügt sie noch hinzu.

Gewöhnlich kommen die Mädchen in Sportkleidung zum Training. Aber wenn die Auftritte näher rücken, wird auch in der Gardeuniform oder mit dem Showkostüm getanzt – um zu sehen, ob alles sitzt.

Der Hut, der zur Gardeuniform dazugehört, muss gut befestigt werden, sonst kann er runterfallen. „Das ist mir mal beim Auftritt auf dem Marktplatz passiert. Ich fand es oberpeinlich“, berichtet Katarina.

Bis zum nächsten großen Auftritt der KKV-Funkengarde dauert es nicht mehr lange. Am 25. Februar beginnen die Faschingsfeiern in der Gaststätte „Zum Raben“. Und am 26. Februar bedanken sich die Funken mit ihrem Auftritt vor den Senioren des Awo-Heimes auch dafür, dass sie den Trainingsraum nutzen können.

ROLF BARKHORN
OZ vom 21.01.06

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