Sonntag, 18. Februar 2018
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Wohnblock in Diedrichshagen fällt Abrissbirne zum Opfer

Diedrichshagen Die Tage des fast leer stehenden Wohnblocks in Diedrichshagen sind gezählt. Das dreigeschossige Haus, in dem sich zurzeit 20 Wohnungen befinden, soll abgerissen werden. Das beschlossen die Kröpeliner Abgeordneten auf ihrer jüngsten Sitzung einstimmig.

Der Rückbau ist bereits in den Maßnahmenkatalog des Dorferneuerungsprogramms aufgenommen. Damit für den Rückbau Fördermittel fließen können, musste jetzt ein so genanntes Grobkonzept erstellt werden. Darin wird unter anderem beschrieben, dass die Siedlungsstruktur in Diedrichshagen durch die drei ehemaligen Hofanlagen geprägt ist, in der Umgebung verteilte Neubauernhäuser würden das Ortsbild auflockern. Der unsanierte Wohnblock am östlichen Ortseingang, der sich in einem schlechten baulichen Zustand befinde, füge sich nicht mehr in das dörfliche Bild ein. Eine alternative Sanierung oder der Rückbau auf zwei Etagen mit Dachgeschoss sei ausgeschlossen. Es wird beschrieben, dass die Bewohner des Gebäudes früher in der Landwirtschaft tätig waren. Die Auflösung der LPG und der damit verbundene Verlust von Arbeitsplätzen wird in dem Konzept als einer der Hauptgründe für den Leerstand genannt.

Die Einwohnerzahl hätte sich seit Anfang der 90er Jahre allerdings nicht wesentlich verändert. Während 1991 noch 159 Diedrichshagener registriert waren, sind es heute 150. Die Zahl der Wohnungen sei dagegen von 62 auf 78 gewachsen. Im Ort wären neue Einfamilienhäuser entstanden.

Nach dem Abriss des Blocks sollen auf dem Grundstück Einfamilienhäuser entstehen. Wann der Abrissbagger anrollt, ist allerdings noch unklar.

CHRISTINE BORGWALD
OZ vom 05.05.06

1 Kommentar zu “Wohnblock in Diedrichshagen fällt Abrissbirne zum Opfer”


  1. avatar 1 regm Herbert Boldt (Leser)

    Kröpelin/h.b. Schulfest der Unterstufe

    So war das Schulfest am Sonnabend eigentlich geplant und so lief es auch ab.

    Die Schulhofuhr war irgendwann stehen geblieben und zeigt, ironischer Weise, nicht fünf vor zwölf, sondern bereits weit nach 12 an. Irgendwie symbolisch dafür, dass auch ein gut vorbereitetes Schulfest der Unterstufe sich nicht automatisch zur Protestaktion umfunktionieren lässt. Es waren außer den aktiven Eltern und Lehrern nicht viele Sympathisanten gekommen. Keine 50 Bürger aus der Stadt bekundeten durch Ihre Anwesenheit Ihre Solidarität mit Lehrern Schülern und Eltern gegen die Schließung der Schule. Darunter viele Lehrer, die Ihr Berufsleben an dieser Schule lange beendet haben und auch Großeltern die hier einst zur Schule gingen.
    Das große Interesse der Bevölkerung hat sich gelegt. Vielleicht auch deshalb, weil schon so oft und zu unterschiedlicher Zeiträumen immer wieder über eine Schließung der Schule berichtet wurde.

    Die Organisatoren, zusammen mit aktiven Lehrern und Eltern, der Unterstufe zeigten ohne viele Worte: „Das ist unsere Schule und wir möchten nicht, dass sie geschlossen wird.”
    Sie nahmen Besitz von IHRER Schule, in dem sie bereits vor der offiziellen Eröffnung des Festes mit der Verschönerung des Pausenhofes begannen. Auch noch, als Herr von Storch sein Mitgefühl aussprach und zum Durchhalten aufrief.

    Die Schule war für jedermann geöffnet und ALLES konnte besichtigt werden. Wovon auch unser Landrat Herr Leuchert gebrauch machte, nach dem er sich in kleiner inoffizieller Gesprächsrunde, an der frischen Luft, mit Stadtverwaltung u Abgeordneten der Stadt Kröpelin zwanglos unterhalten hatte.

    Lobenswert auch der Einsatz des DRK Bad Doberan und der Kröpeliner Feuerwehr, die nicht nur präsent waren, sondern auch noch kleine Demonstrationen Ihrer Arbeit zeigten. Kurios auch: Zwischendurch wurden die Kameraden der FF auch noch zu einem richtigen Einsatz bei einem Wohnungsbrand in Kröpelin gerufen und Ihr Weg danach führte sie sofort wieder zu Ihrer Tagesaufgabe, zu ihrer Schule.

    Das Schulfest war bunt und gut organisiert. Ob es eine Änderung an der Entscheidung, die Schule zu schließen, bewirkte, wird sich zeigen.

    Ich, als geborener Kröpeliner, wünsche es mir auch, dass die Schule bleibt.!

    Wir werden sehen!

    Herbert Boldt

    NS: Fotos können auch geliefert werden!

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