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Wirbel ums stille Örtchen am Parkplatz

Ostseezeitung vom 10.05.2005
Der Kröpeliner Stadtrat wird sich erneut mit einer Toiletten-Anlage auf dem Parkplatz beschäftigen. Pro Jahr soll das WC rund 3500 Euro kosten.

Kröpelin Die Planungen für eine öffentliche Toilette am neu gestalteten Parkplatz in Kröpelin gehen weiter. Dafür haben sich die Kröpeliner Stadtvertreter einstimmig ausgesprochen. Noch in der Versammlung Anfang März hatten die Abgeordneten mehrheitlich beschlossen, kein öffentliches WC zu bauen. „Zu teuer“, hieß es damals einhellig.
Mit neuen Zahlen ebneten Bürgermeister Paul Schlutow und Bauamtsleiter Rüdiger Kropp nun den Weg für weitere Planungen. In einer so genannten Containerbauweise koste eine Toilette etwa 68 000 Euro, berichtete Kropp. Dabei handele es sich nicht einmal um das günstigste Modell. „Das ist hochwertiger Standard – vandalismusresistent“, so der Bauamtsleiter. In einem üblichen Verfahren müsse nun festgestellt werden, ob ein Fertigbau oder die Monolithbauweise „Stein auf Stein“ die günstigere Alternative sei, so Rüdiger Kropp. „Es werden beide Varianten geprüft.“

Die laufenden Kosten bezifferte er mit 3522,13 Euro pro Jahr. Zu rechnen sei täglich mit etwa 60 Toilettennutzern. „30 Personen Laufkundschaft, 30 Parkplatzbesucher.“ Somit werde die Toilette pro Jahr 10 950 Mal genutzt. Die Kosten für Trink- und Abwasser betragen 348,96 beziehungsweise 580,64 Euro. Weitere 1235,33 Euro müssten für Energie an Stromlieferant Edis überwiesen werden. Sollte ein Reinigungsdienst die Anlage dreimal pro Woche säubern, fallen weiter 1357,20 Euro an.

Bürgermeister Schlutow sagte, das Geld für ein öffentliches WC auf dem Parkplatz sei gut angelegt, zumal das Wartehaus mit Sanitäranlage ebenso gefördert werde wie die gesamte Parkplatz-Erneuerung. Das Maifest mit rund 500 Besuchern habe gezeigt, „dass ordentliche sanitäre Anlagen einfach dazugehören. Das ist heute Standard“, so der Bürgermeister. „Dixi-Toiletten gehören eindeutig auf eine Baustelle.“ Für Festveranstaltungen seien mobile Toilettenanlagen nicht geeignet. Da auf dem Platz auch Nahrungsmittel „vom Streicheis bis zur Zuckerwatte“ angeboten würden, seien Wasseranschlüsse dringend erforderlich.

Während die Verhandlungen für das WC-Häuschen neu aufgerollt werden, gehen die Arbeiten auf dem Parkplatz dem Ende entgegen. In Kürze werde mit der Begrünung begonnen, sagte Schlutow. Am Mittwoch soll die Schwarzdecke aufgetragen werden.

CHRISTIAN VOSS

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