Montag, 26. August 2019
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Vorfahrt in Kröpelin wird geändert

Ende April wird an der Schulstraße die Vorfahrt geändert. Grund: Im vergangenen Jahr gab es an der Rostocker Straße 14 Unfälle.

Kröpelin Im vergangenen Jahr haben 14 Autofahrer auf der Landesstraße 11 die Vorfahrt nicht beachtet. Neben Sachschäden wurden drei Personen leicht verletzt. Unfallschwerpunkt war die Vorfahrtsstraße aus Richtung Bützow kommend, die dann nach links in die Rostocker Straße einbiegt. Bereits in diesem Jahr stießen hier sechs Autos zusammen, und eine Personen kam mit leichten Verletzungen davon.
„Das veranlasst uns heute, den Unfallschwerpunkt zu verhandeln. Hier müssen wir tätig werden“, sagt Klaus-Dieter Schröder, Sachgebietsleiter für Verkehrsangelegenheiten vom Straßenverkehrsamt in Bad Doberan. Deshalb trafen sich gestern im Gewerbegebiet Eikboom im Straßenverkehrsamt die örtliche Unfallkommission sowie Vertreter des Straßenbauamts Güstrow und Straßenmeisterei Pastow und Kröpelin. Ebenso waren Kröpelins Bürgermeister Paul Schlutow und seine Stellvertreterin Helgried Erdmann anwesend.

„Kraftfahrer haben allgemein ein Problem mit abknickenden Hauptstraßen. Das zeigt die Praxis immer wieder“, weiß Klaus-Dieter Schröder. Deshalb hat die Kommission gestern beschlossen, dass nach Ostern, also Ende April, die Vorfahrt an diesen Straßen geändert wird. Ab dann sollen die Autofahrer, die aus Richtung Tankstelle kommen und links in die Schulstraße fahren wollen, Vorfahrt bekommen. In Zukunft soll also der von rechts kommende Verkehr Vorfahrt haben. „Nur das Vorfahrtsschild ändern, damit haben wir nichts erreicht, außer Kosten gespart“, wandte Paul Schlutow ein. Das etwas passieren müsse, ist ihm jedoch auch klar. Eine Ampelregelung wäre nach Meinung des Kröpeliner Stadtoberhaupts die beste Lösung. Diese Variante ist aber auch die teuerste.

Jürgen Steguhn vom Straßenbauamt Güstrow schlug vor, noch einmal eine Verkehrszählung vorzunehmen, um zu ermitteln, „welche Abbiegungsverkehre in welche Richtung fahren“. Außerdem solle statistisch erfasst werden, ob die Unfallverursacher Einheimische oder Touristen sind. „Wie lange wollen wir denn noch warten“, fragte Winfried Braun von der Polizeidirektion darauf. Und auch Klaus-Dieter Schröder betonte, dass so schnell wie möglich eine Lösung gefunden werden müsse. „Leben und Gesundheit sind gefährdet – wir müssen was tun“, unterstrich der Fachmann. Ende April sollen Stop-Schilder aufgestellt und die Fahrbahn entsprechend markiert werden. Beobachtet, erfasst und ausgewertet werden die Unfallzahlen weiterhin. „Die Thematik ist dann nicht vom Tisch. Wenn sich nichts ändert, muss sofort über eine Lichtsignalanlage geredet werden“, so der Sachverständige.

STEFANIE ADOMEIT
OZ vom 15.03.06

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