Donnerstag, 22. Februar 2018
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Vor 345 Jahren brannte die “Hexe von Kröpelin” Kunigunde “Köneke” Latsch

Traurige Berühmtheit erlangte Kröpelin mit dem ersten dokumentierten Hexenprozeß in Mecklenburg im Juli 1336.

In einem Heftchen “Die Hexe von Kröpelin” von 1911 (Seite 6) und ebenso in der “Kröpeliner Chronik” von 1932 (Neuauflage 1999, Seite 393) merkt dessen Autor Heinrich Schreiber jedoch an:

Die eigentliche Blütezeit der Hexenprozesse in Kröpelin fällt erst in die Jahre 1665 – 1668. Eine lange Reiher schuldloser Personen, Männer und Frauen, ist in dieser Zeit dem Feuertode überliefert worden. Großes Aufsehen machte in dieser Zeit der wider die Witw des Wassermüllers Joch. Latsch, Kunigunde oder Köneke, geb. Dassow, geführte Prozeß.

Viele Akten, zwei Stellungnahmen der Juristischen Fakultät der Universität Greifswald und weitere Quellen des Prozesses blieben erhalten. Heinrich Schreiber zitiert in seinen Ausführungen reichlich daraus und schreibt schließlich:

Hiermit schließen die Akten dieses Prozesses, indessen erhellt aus anderen, daß die Köneke Latsche [sic!] vor dem 10. September 1666 verbrannt ist.

[ebenda Seite 6 bzw. Seite 411]

Der langwierige Prozeß und schließlich die Verbrennung der Köneke Latsch im Jahre 1666 bildete die literarische Grundlage für die Aufführung des Stückes “Die Hexe von Kröpelin” im Zuge der 700-Jahrfeier der Stadt Kröpelin im Jahre 1949 und dessen Überarbeitung durch Frau Elisabeth Cordshagen, schließlich dessen Neuaufführung zur 750-Jahrfeier im Jahre 1999 und kürzlich wieder.

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