Montag, 19. August 2019
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Vom Paukenschlag zur Feuerwehr

Am 31. März wird Kröpelins Wehrführer Claus Kröplin verabschiedet. Seit 1959 ist er in der Wehr. 1986 wurde der Brandschützer zum Wehrführer ernannt. In Zukunft kümmert er sich ums Feuerwehrhaus.

Kröpelin Im vergangenen Jahr rückte die Kröpeliner Feuerwehr 25 -mal aus. „Es ist mitunter ein hartes Brot“, sagt Claus Kröplin, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr in Kröpelin. Die Brände seien zwar zurückgegangen, dafür werden die freiwilligen Lebensretter häufiger zu Verkehrsunfällen gerufen. Besonders schlimm in Erinnerung hat der 64-Jährige einen Verkehrsunfall mit sechs Toten. „Um das zu verarbeiten, setzen wir uns danach hin und unterhalten uns“, meint der gelernte Tischler.
Seit 1959 ist der Kröpeliner in der Feuerwehr. Zu ihr gekommen ist Claus Kröplin über den Spielmannszug. Dort hat der damals junge Mann Becken und Pauke geschlagen. „Die suchten noch Leute für die Feuerwehr und da bin ich abends einfach mal hingegangen. Da gab es noch kein Fernsehen“, erinnert sich der Rentner. Nachdem er bei ein paar Einsätzen mitgefahren ist, wurde er gefragt, ob er nicht zur Feuerwehrschule gehen möchte. Beim Ausbildungskommando Anklam hat der Feuerwehrmann schließlich alles über Maßnahmen zur Bekämpfung von Bränden und Retten von Menschen gelernt. 1986 hat ihn Kröpelins damaliger Bürgermeister schließlich zum Wehrführer ernannt.

Als Wehrführer ist Claus Kröpelin verantwortlich für die gesamte Mannschaft, für Einsätze sowie die Technik. Bis 1992 spielte er noch beim Spielmannszug. Dann bekam der Kröpeliner aus beruflichen Gründen nicht mehr alles unter einen Hut. In der Einsatzgruppe ist Claus Kröplin noch heute. Sein Amt als Wehrführer legt er aus Altersgründen zum 31. März dieses Jahres nieder. Nachfolger wird Roland Bull. „Ich hätte es weitergemacht, aber es ist gesetzlich so geregelt“, bedauert der Brandschützer. Mitglied in der Feuerwehr bleibt er trotzdem. „Ich werde mich um das Feuerwehrhaus kümmern“, sagt Claus Kröplin. Auch seine Frau Hannelore gehört zur Kröpeliner Wehr. Seit 21 Jahren ist sie im Team. „Aber nicht nur zum Kaffeekochen. Sie hat auch Ausscheide mitgemacht“, unterstreicht der Wehrführer. Wenn die Ehefrauen nicht dahinterstehen würden, wäre es schwierig. „Ich möchte mich bei den Frauen, die seit 1992 beim Tag der offenen Tür mitgeholfen haben, bedanken. Dank auch an die Kameraden für die geleistete Arbeit“, betont Kröplin.

STA
OZ vom 17.03.2006

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