Dienstag, 20. Februar 2018
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Virtuell rasen ohne Limit

In Kröpelin können die Nutzer der Stadtbibliothek künftig rasend schnell auf der Datenautobahn surfen. Seit gestern stehen zwei Rechner mit einer DSL-Internet-Verbindung zur kostenlosen Nutzung bereit.

Kröpelin Interesse am Internet habe er schon, sagt Dietmar Baier aus Kröpelin. „Aber einen Computer haben wir für die Familie noch nicht gekauft. Ich habe noch ein bisschen Respekt davor“, gesteht der 40 Jahre alte Staplerfahrer. „Man muss sich wohl erst kundig machen.“
Dazu hat der Kröpeliner künftig in der Stadtbibliothek reichlich Gelegenheit. Wurden die Internet-Surfer bislang nach 30 Minuten vom schrillen Klingeln der Küchenwecker gemahnt, ihre Recherchen zu beenden, können sie jetzt beliebig lange im online bleiben – zumindest theoretisch.

„Die Zeitbegrenzung wird trotzdem weiter bleiben“, erklärt Büchereileiterin Elke Peters. „Auch bei höherem Andrang sollen viele Nutzer die Möglichkeit haben, ins Internet zu gehen.“ Aber sie werde künftig nicht mehr so streng auf die halbe Stunde pochen müssen.

Bislang stand den Nutzern der Stadtbibliothek das Internet nur 60 Stunden pro Monat zur Verfügung. Mit der so genannten Flatrate entfällt diese Beschränkung. Außerdem werden die Internetseiten mit dem DSL-Anschluss viel schneller angezeigt. Teurer ist die neue Internet-Verbindung nicht. „Ich bin wirklich froh, dass wir als kleine Bibliothek Schritt halten mit dem Fortschritt“, sagt Elke Peters. „Das ist nicht selbstverständlich, wo andernorts Büchereien geschlossen werden.“

Das neuen Angebot richtet sich auch an erfahrene Internet-Nutzer wie Bianca Niedergesäß. Die 26-jährige Kröpelinerin nutzt den Computer meist zum Chatten mit Internet-Bekanntschaften. „Es kommen auch regelmäßig Arbeitssuchende und gucken auf den Seiten der Arbeitsagentur“, berichtet Elke Peters. Und wer daheim weder Computer noch Drucker zur Verfügung hat, kann in der Stadtbücherei seine Bewerbungsschreiben tippen und für fünf Cent pro Seite ausdrucken.

CV
Ostseezeitung vom 30.11.2005

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