Donnerstag, 22. Februar 2018
Schusterstadt Kröpelin
Wegweiser
Start ›  Viel zu tun auf Kröpelins Friedhof
Presse

Viel zu tun auf Kröpelins Friedhof

Kröpelin Alle Hände voll zu tun hat Friedhofsmitarbeiter Gerd Plichta gerade in diesen Tagen. Mit dem kleinen roten Traktor ist er auf dem Friedhof in Kröpelin unterwegs. Doch das meiste ist Handarbeit mit viel Bücken.

Der 46-jährige gebürtige Kröpeliner hatte eigentlich Kfz-Schlosser gelernt. War dann auch in den Kröpeliner Baumschulen tätig und machte sich 1991 selbstständig als Friedhofsgärtner. Als ihn 1999 die evangelische Kirchgemeinde, die den Kröpeliner Friedhof betreibt, ansprach, ob er nicht für die Kirche auf dem Friedhof arbeiten möchte, sagte Plichta zu.

Während der 46-Jährige sich ausschließlich um das Friedhofsgelände kümmert, pflegt sein Kollege Thomas Batke auch das Pfarrgelände mit.

Gerd Plichta kümmert sich um Heckenschnitt, Anpflanzungen, Kompostierungen, das Mähen und das Abräumen alter Grabstätten. 50 Gräber hat er unter Vertrag. Doch zu seinen Aufgaben gehören auch Beerdigungsanmeldungen, Absprachen mit den Hinterbliebenen und Urnenbeisetzungen.

„Wenn alles grünt und blüht, sind das die schönen Momente der Arbeit. Man kann mit vielen Leuten ins Gespräch kommen“, sagt der Kröpeliner. Doch er kennt auch die andere, die traurige Seite seiner Tätigkeit. „Wenn Leute sterben, vor allem junge“, sagt er. Traurig macht ihn, wenn junge Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben kommen. Gerd Plichta hat selbst zwei erwachsene Kinder, 21 und 18 Jahre. Auf die ist er sehr stolz. Beide gehen bereits ihren eigenen Weg.

RENATE PETER
OZ vom 03.05.06

0 Kommentare zu “Viel zu tun auf Kröpelins Friedhof”


  1. Keine Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

*