Mittwoch, 21. Februar 2018
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Wappen

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Das Wappen der Stadt Kröpelin

Zum Wappen gab es einige Aufregung, da sich Aufgrund des Runderlasses des Schweriner Innenministeriums zur Genehmigung kommunaler Wappen und Flaggen vom 17. Januar 1996 (die Leute haben echt nichts anderes zu tun?) und eines Anschreiben des Mecklenburgischen Landesarchivs in Schwerin herausgestellt, daß das Kröpeliner Wappen insbesondere in der Farbgebung nicht den Regeln der historischen Heraldik entspricht. Danach dürfen in einem Wappen im Wesentlichen nur 4 Farben (Schwarz, Rot, Blau und Grün) sowie zwei Metalle (Gold und Silber *1) zur Anwendung kommen.

Deshalb wurde von Seiten der Stadt Kröpelin ein Heraldiker beauftragt, der unser Wappen in den gültigen heraldischen Farben darstellt und entsprechend blasioniert (beschreibt). Am 24.03.1997 beschloß daraufhin die Stadtvertretung folgende Blasionierung:

[Wappen der Stadt Kröpelin]Das Wappen der Stadt Kröpelin (Landkreis Bad Doberan) zeigt in Blau einen nach links *2 kriechenden Krüppel mit silbernen Gewand, natürlicher Fleischfarbe *3, mit goldenem Hut, silbernem Haar und goldenen Klötzen an den Unterschenkeln und in den Händen, über dem Krüppel ein links gelehnter goldener Schild mit einem hersehenden schwarzen Stierkopf mit silbernen Hörnern und einer goldenen Fürstenkrone, von der fünf Zinken *4 sichtbar sind.

Gleichzeitig beschloß die Stadtvertretung die neue Flagge (Städte führen keine Fahnen!).

Der kriechende Krüppel und der Stierkopf ist erstmals 1306 im Siegel von Kröpelin zu sehen. Der Name des Ortes ist slawischen Ursprungs (“Krepelita – Wachtelfeld”). In späterer Zeit brachte man ihn mit dem deutschen Wort “Krüppel” in Zusammenhang und machte das Wappen redend. Der Stierkopf weist auf die Rostocker Nebenlinie des mecklenburgischen Fürstenhauses hin und damit auf die Zugehörigkeit zum Lande Mecklenburg.

Obwohl manche Wissenschaftler meinen, daß sich der Name der Stadt von dem slawischen “crepelice” (= Ort der Wachtel) herleitet, meint die Sage anderes.

Unseres Wissens ist es das einzige Stadtwappen Europas, auf dem ein Behinderter abgebildet ist.


*1 Gold und Silber kann auch als Gelb und Weiß dargestellt werden.
*2 Aus der Sicht des Trägers eines Wappen, also entgegengesetzt zum Betrachter. Das kommt wohl noch aus der Zeit, wo die Rittersleute mit Streitaxt und Schild umherliefen. :-)
*3 Fleischfarbe ist als Ausnahme erlaubt.
*4 Das Sagwort muß also heraldisch heißen: Kein Zinken aus der Krone fallen!

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