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Schulstandort Kröpelin soll erhalten bleiben

Ostseezeitung: Sonnabend, 7. Februar 2004

Stadt beantragte Ausnahmegenehmigung

Die Stadtvertreter von Kröpelin wehren sich gegen den Bau einer Milchviehanlage vor den Toren der Stadt. Auch dass die Stadt ihren Status als Schulstandort verlieren soll, wollen sie nicht akzeptieren.

Kröpelin Die Stadtvertreter staunten: Die ansonsten eher spärlich besetzten Zuschauerstühle waren gut gefüllt. Ein Zeichen für die Brisanz vieler Probleme in Stadt und Amt. Das wurde auch in der Bürgerfragestunde deutlich. Dort ging es unter anderem um die unzureichende allgemeinmedizinische Versorgung der Kröpeliner, den Wegfall des Regionalschulstandortes und den geplanten Bau der Milchviehanlage (MVA) nahe Altenhagen (OZ berichtete).

Alles berechtigte Sorgen, bescheinigte Bürgermeister Paul Schlutow den Fragestellern und versuchte, befriedigende Antworten zu geben. So erklärte er, dass sich die Stadt mit dem Problem der zwei fehlenden Allgemeinmediziner an das Gesundheitsministerium gewandt habe. Die Bewerbungen, die darauf erfolgten, seien wieder zurückgezogen worden, sodass das Problem noch immer ungelöst sei.

Auf die Schulsituation eingehend ließ der Bürgermeister wissen, dass die Stadt beim Kultusministerium eine Ausnahmegenehmigung für das kommende Schuljahr zur Eröffnung einer fünften Klasse mit 14 Schülern beantragen werde. Die Stadtvertretung sei der Meinung, dass auf Grund der niedrigen Geburtenrate der Jahre 1993 / 1994 der Schulstandort Kröpelin nicht in Frage gestellt werden könne.

Zum Bau der Milchviehanlage stellte Schlutow fest, dass er durch den Hauptausschuss beauftragt sei, eine Stellungnahme der Stadt zu erarbeiten, in der der MVA-Bau in dieser Größe und am vorgesehenen Standort abgelehnt wird.

Großen Raum nahm in der Sitzung der Dorferneuerungsplan für Kröpelin und Ortsteile ein. Lars Fricke von der Stadt- und Regionalplanung Wismar erläuterte die über sieben Jahre laufenden Vorhaben. Dazu zählen die Instandsetzung der Stichstraße am Gutshaus und die Gestaltung des Containerstandplatzes in Detershagen. Ein Vorhaben, für das rund 37 000 Euro veranschlagt wurden. In Brusow-Ausbau soll eine Straßenbeleuchtung im Wert von 7500 Euro installiert werden.

WERNER GESKE

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