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Schülerzahlen steigen in nächsten Jahren

Ostseezeitung: Dienstag, 25.05.2004

Landkreis kommt aus Talsohle heraus

Im kommenden Schuljahr werden im Landkreis so wenige Schüler unterrichtet wie nie zuvor. Vor allem Regionalschulen haben unter dem Negativtrend zu leiden. Der hat aber bald ein Ende.

Bad Doberan Mit den Schülerzahlen ist es derzeit wie an der Börse: nach einem Tief kommt ein Hoch und umgekehrt.

Momentan befindet sich der Landkreis in einem absoluten Tief. Nach den kommenden Sommerferien werden in der gesamten Bad Doberaner Region nur noch 11 186 Schüler unterrichtet. Das sind 646 weniger als derzeit. “Dieser Trend ist anderswo längst vonstatten gegangen”, sagt Klaus Becker vom Schulverwaltungs- und Kulturamt des Kreises. “Bei uns setzt er jetzt mit Zeitverschiebung ein, weil bislang immer noch Familien mit Kindern in den Kreis zuzogen.”

Probleme gebe es vor allem bei den weiter führenden Bildungseinrichtungen wie Gymnasien und Regionalschulen. “Es ist bereits der dritte geburtenschwache Jahrgang, der jetzt in die 5. Klasse kommt”, so die für Schulfragen zuständige Sachgebietsleiterin des Kreises, Angela Wehner.

Allerdings: Die Talsohle ist so gut wie erreicht. In einigen Jahren ist wieder mit einem Aufschwung zu rechnen. Gebe es im Moment 667 Viertklässler, wird sich die Zahl Prognosen zufolge bis zum Schuljahr 2007/08 auf 800 Kinder in der vierten Klasse erhöhen. “Danach ist allerdings wieder ein leichter Rückgang zu erwarten”, so Peter Becker. Wie an der Börse.

Die Aktien scheinen dabei im Moment besonders gut für Gymnasien zu stehen. 45 Prozent aller Viertklässler werden im kommenden Schuljahr dorthin wechseln. “Es gibt einige Grundschulen, von denen sogar 80 Prozent aufs Gymnasium wollen. Ob das noch so gut ist, weiß ich nicht”, sagt Becker. Eltern, mutmaßt der Amtsleiter, sehen im vermeintlich höheren Bildungsniveau eine größere Chance für ihre Kinder.

Unter diesem Trend leiden vor allem Regionalschulen. “Es bereitet große Schwierigkeiten, dort die Klassen voll zu bekommen.” Betroffen sind vor allem die Standorte Kröpelin, Rethwisch, Graal-Müritz, Gelbensande, Broderstorf und Kritzmow. Hier werden im kommenden Schuljahr vermutlich keine fünften Klassen eröffnet.

THOMAS PULT

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