Mittwoch, 18. September 2019
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Schokoweihnachtsmann gegen Gedicht

In der evangelischen Kirche Kröpelin erhielten gestern Kinder vom Weihnachtsmann und dem Nikolaus ein kleines Geschenk.

Kröpelin In einer langen Schlange standen Kinder und warteten. Ganz vorn im Altarraum der evangelischen Kirche zu Kröpelin saß in prächtiger güldener Kleidung der Bischof und Nikolaus. Daneben stand sein Helfer der Weihnachtsmann. „Oh du fröhliche“, sang ganz leise ein kleines Mädchen in ein Mikrofon.
Gestern war Bescherung in der evangelischen Kirche. „Das ist eine gemeinsame Aktion der katholischen und evangelischenKirche“, erklärte Karin Olschewski, katholische Gemeindereferentin für Kröpelin und Satow. „Wir machen das jedes Jahr“, sagte sie.

Die meisten Kinder waren sehr aufgeregt. Einige bekamen sogar Angst vor den eigentlich sehr liebevoll schauenden Männern in Rot und Gold. Vielleicht waren es auch die falschen Bärte, die den Kindern Angst machten. Nach kurzer Scheu siegte doch bei den meisten Knirpsen die Naschsucht. Jedes Kind erhielt nach einem kleinen Vortrag – ob nun gesungen oder rezitiert – eine Belohnung. Ein großer Weihnachtsmann aus Schokolade wartete auf alle Lütten – auch auf die, die vor lauter Lampenfieber ihren Text vergessen hatten. „Advent, Advent“ war wohl das meist zitierte Gedicht.

40 Kinder erhielten eine Belohnung. Bischof und Weihnachtsmann wurden beim Überreichen der Schoko-Leckerei immer mit einem strahlenden Lächeln belohnt. „Was gibt es Schöneres als in freudige Kinderaugen zu schauen“, sagte am Ende der bischhöfliche Nikolaus alias Wolfgang Rusnak aus Satow. „Es macht einfach Spaß“, sagte er. Rusnak ist im Kirchgemeinderat und seit langem der Nikolaus in Satow oder Kröpelin. Für Reiner Wawra war es das erste Mal. „Ich bin Messdiener und kenne dadurch sämtliche Kinder“, sagte er. Wawra schaffte es wohl auch deshalb, die etwas scheuen Krümel zu beruhigen.

„Solche Traditionen sind wichtig“, so Karin Olschewski. „Es geht darum die Hilfe seinem Nächsten gegenüber wieder publik zu machen.“

Der Nikolaus hat wirklich gelebt. „Um 350 nach Christus lebte in Myra, der heutigen Türkei, ein wohlhabener Mann“, so die Referentin. „Er beschenkte heimlich die Menschen. Und warf Geldsäckchen in die Fenster“, sagte sie. „Eines Tages wurde er erkannt und zum Bischof ernannt“, so Karin Olschewski. „Wir sollten seine Taten nicht vergessen und je nach Möglichkeiten auch anderen helfen“, betonte sie.

SABINE HÜGELLAND
OZ vom 07.12.2005

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