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Schmadebeck feiert fertige Straße

Ostsee-Zeitung, Dienstag, 16. August 2005

Schmadebeck Einer der schönsten und ältesten Bauernhöfe im Landkreis Bad Doberan befindet sich in dem kleinen Dorf Schmadebeck, an der Straße von Satow nach Kröpelin gelegen. Diese Straße, die zugleich mit zwölf Kilometern die längste Linden-Allee Deutschlands ist, ist dieser Tage nach gründlicher Instandsetzung wieder eröffnet worden. Aus diesem Anlass wird auf dem Dreiseithof der Familie Heinz am kommenden Sonnabend von 10 bis 18 Uhr ein abwechslungsreiches Hoffest gefeiert.

Sigurd Heinz hatte dazu die Idee, auf seinem Hof, der an der Kreuzung alter regionaler Klosterwege liegt, anlässlich des Festes auch Erzeugnisse aus dem Kornhaus und Klostergarten in Doberan, aus den Fischteichen in Hütten und aus dem einstigen Benediktinerkloster Rühn bei Bützow anzubieten. Dazu wird gegrillt und es gibt Kaffee und Kuchen.

Künstlerisch umrahmt wird das Fest durch ein Konzert der Familie Gunter Nied, die Folkmusik aufspielen und singen, und zudem werden Regionalfilme aus DDR-Zeiten vorgeführt. Damit den Kindern die Zeit nicht lang wird, können sie unter Aufsicht am offenen Feuer Stockbrot backen, den Teig gibt es kostenlos. Und wenn die Mädchen und Jungen gerne einmal auf dem Pferderücken sitzen möchten, dann wird ihnen dieses Erlebnis ebenfalls geboten.

Nicht weit vom Bauernhof der Familie Heinz wird auf dem Gutshof Groß Siemen bei Edda Schütte im Park ein öffentliches Rosenfest gefeiert, so dass die Besucher von einem zum anderen Ort wechseln können.

Der Ort Schmadebeck war 1384 auf Beschluss der Herzöge Magnus und Albrecht von Mecklenburg als wichtiges Klosterdorf den Doberaner Zisterziensermönchen übergeben worden und existierte als solches bis 1552. Nicht ganz so alt sind die Gebäude des jetzigen Bauernhofes, von denen die Dreiständerscheune als älteste 1777 erbaut wurde.

In den vergangenen zehn Jahren haben Sigurd Heinz und seine Familie den einst recht herunter gewirtschafteten Hof wieder zu einem wahren Schmuckstück gemacht, vor allem das Wohnhaus, die riesige Scheune und den ebenso großen Stall von 1852 – die Letzteren beide mit Reet gedeckt – sind anheimelnd und einladend.

Auf den weiten Wiesen haben Enten und Gänse ihren Auslauf, grasen Ziegen und Schafe und der Stall bietet schon zwei Pferden und einem Pony Unterkunft. Das alles ist beim Hoffest zu entdecken.

PETER GERDS

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