Dienstag, 19. November 2019
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Presse Iron Horses

Rocker und Fans feierten Slacker’s

Beim siebenten Slacker’s Festival im „Raben“ in Kröpelin brannte die Luft. Fünf Live-Bands präsentierten Hardrock.

Kröpelin Riesige Subwoofer jagten dröhnende Bässe in den Saal, in dem mehr als 250 Jugendliche stampften, hüpften, rockten. Auf der Bühne jaulende Gitarren, schweißgebadete Musiker mit fliegenden Haaren und rauen Kehlen. Im „Raben“ stieg am Freitagabend das siebente Slacker’s Festival mit fünf Rockbands aus Kröpelin, Kühlungsborn, Wismar und Rostock.

„Ich bin fast immer dabei, wenn ‘spasmodic creep’ spielen. Ich mag ihre Musik und finde gut, dass sie nur deutsche Texte produzieren“, erzählt Steffi Brüning. Die Musiker dieser Band stammen aus Neubukow und Kröpelin und haben das Festival vor sieben Jahren mit ins Leben gerufen. Den Newcomer-Bands aus der Region soll damit eine Plattform gegeben werden. „Jedes Jahr kommen mehr Leute zu dem Event, das ist für die Musiker eine tolle Erfahrung“, sagt Steffi.

Und das junge Publikum im Saal konnte nicht genug davon bekommen. Die Bands, die jeweils eine Dreiviertelstunde spielten, mussten schon einige Zugaben parat haben. Während des Umbaus für die nächsten Musiker gab es dann Rockmusik aus der Konserve.

„Da kann man mal wieder Kräfte sammeln, eine rauchen oder ein Bier holen“, sagte Sebastian aus Kühlungsborn, Fan der Gruppe „Grimm“ aus dem Ostseebad.

Der jüngste Rocker im Saal war Julian Pascal. Der Neunjährige saß auf dem Rücken eines großen Freundes und schüttelte sich im Takt. Er ist der kleine Bruder von spasmodic-creep-Schlagzeuger Stefan Lenz. Ausnahmsweise durfte er abends mit. „Er ist Stefans größter Fan und auch oft bei den Proben dabei“, weiß Steffi Brüning, die mit Sänger und Gitarrist Andreas Schwarz befreundet ist. „Ich finde, die Band hat sich in letzter Zeit ziemlich weiter entwickelt“, sagt sie anerkennend, als die Jungs nach ihrem Konzert schweißgebadet die Bühne verließen. „Und das, obwohl sie nur am Wochenende proben können. Andreas studiert in Greifswald Musikwissenschaften und Geschichte und ist eben wochentags nicht zu Hause.“ Aber Freitag Abend werden die Bässe aufgedreht und bei Livekonzerten fast bis zur Erschöpfung gerockt.

Echten Heimvorteil hatten „Iron Horses“ im Raben, denn die Jungs sind in Kröpelin heimisch. Sprechchöre feierten sie schon, bevor sie ihre Instrumente aufgebaut hatten. Und kaum auf der Bühne, mischten sie mit handgemachtem Hardrock ihr Publikum auf. Bis kurz vor Mitternacht stellten sich auch die anderen Bands vor. „Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr, das war echt krass hier“, jubelten Julia und Jasmine aus Bad Doberan.

INES SCHÖBEL
OZ vom 03.04.06

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