Donnerstag, 22. Februar 2018
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Rathaustreppe fegen zum 30. Geburtstag

Einen unverheirateten Mann an seinem dreißigsten Geburtstag eine öffentliche Treppe fegen zu lassen, ist in Norddeutschland ein verbreiteter Geburtstagsbrauch. Gefegt wird normalerweise die Rathaustreppe des entsprechenden Ortes, wie hier in Kröpelin. Dies geschieht im Beisein von Freunden. Entstanden ist der Brauch Ende der Fünfziger Jahre in Bremen. Er entwickelte sich aus einem Volksglauben, dass Menschen, die sich zu Lebzeiten nicht fortgepflanzt haben, nach ihrem Tod im Jenseits überflüssige Arbeiten verrichten müssen. Auch in Kröpelin hat dieser Brauch seit den neunziger Jahren Einzug gehalten und wird immer öfter praktiziert. Es ist ein echtes Geburtstagsgaudi mit Freunden geworden. So gratulierten am Sonnabend, dem 10. Juli, Freunde und Verwandte
dem Bäckermeister Dirk Papenhagen

herzlich zum dreißigsten Geburtstag .Da das Geburtstagskind noch Single ist, musste er nun die ausgestreuten Kronenkorken von der Rathaustreppe fegen.

Er meisterte seine schweißtreibende Aufgabe, bei 36 Grad im Schatten, mit Bravour, denn eine Jungfrau, die ihn hätte Freiküssen können, war Weit und Breit nicht in Sicht. Kleine Helfer schien es zu geben, doch die warfen die Kronenkorken leider wieder auf den schon gefegten Teil der Treppe. „Ihr bekommt ein Eis von mir, wenn ihr mir helft“ brachte keine positive Wirkung. Erst bei „Es gibt einen großen Eisbecher“ wurde die kleine „SABOTAGE“ eingestellt und die Treppe war nun bald wieder sauber. Ob das Versprechen eingelöst wurde, ist nicht bekannt, aber
ihren Spaß hatten alle an diesem Sonnabend, ab 17 Uhr,
auf dem Marktplatz in KRÖPELIN.

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