Montag, 21. Oktober 2019
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Presse

Radsportlegende traf viele alte Freunde

Klaus Ampler stellte gestern seine Autobiografie „Schweiß – mein Leben für den Radsport“ im Gutshaus Altenhagen vor. Dort verbrachte er einige Jahre in seiner Kindheit und Jugend.

Altenhagen Mit Sicherheit war Klaus Ampler das erste Nordlicht, das Ende der 50er-Jahre von Rostock aus aufbrach, um ein ganz Großer des Radsports zu werden. Seine Biografie hat der Friedensfahrtsieger von 1963 nun in Buchdeckel gepresst. Dieses Werk stellte der heute 65-Jährige am gestrigen Sonntag in dem Ort vor, in dem er eine schöne Kindheit und frühe Jugend verlebte – in Altenhagen.
Lange bevor die eigentliche Präsentation begann, schaute gleich eine ganze Rostocker Trainingsgruppe im Gutshaus vorbei, um Klaus Ampler die Hand zu schütteln, ein wenig zu schwatzen und natürlich, um das druckfrische Buch mit dem Titel „Schweiß“ zu erstehen.

Zusehends füllte sich dann der Saal. Schon bald reichten die Stühle nicht mehr aus. Kein Problem, die waren schnell organisiert. Parallel dazu Wiedersehensfreuden vielerorts. Da kamen alte Sportfreunde wie „Wladie“ Kutz aus Wismar und Peter Schmidt aus Dummerstorf, mit denen Ampler bei Motor Rostock Ende der 50er-Jahre den schmalen Rennsattel drückte. Großes Interesse auch bei dem heutigen Bad Doberaner Handball-Manager Dieter Schmidt. Er lernte einst gemeinsam mit Klaus Ampler Schweißer auf der Warnemünder Werft. Schmunzelnd gab „Schiller“, wie er in Sportlerkreisen genannt wird, eine Episode zum Besten, in der es um eine ungleiche Trainingsfahrt ging. Zwischen Warnemünde und Bad Doberan gingen beide per Rad auf Tour. Ampler auf seinem schnittigen Rennrad, Schmidt auf einem alten „Tourenschinken“. Kurz vor Nienhagen wurde getauscht. „Gib mir mein Rad wieder“, brüllte Ampler dem mehr und mehr enteilenden Dieter Schmidt bald hinterher.

Dann hagelte es Fragen über Fragen, die das Radsporturgestein geduldig beantwortete. Da ging es unter anderem um das Verhältnis zu solchen Akteuren wie Täve Schur, Bernhard Eckstein oder Manfred Weißleder, um das Trainergeschäft beim SC DHfK Leipzig oder aber sein heutiges Verhältnis zum Radsport. Immerhin ist Klaus Ampler auch heute noch fast täglich auf dem Rennrad unterwegs und spult nicht selten über 100 Trainingskilometer ab.

Immer wieder meldeten sich jedoch auch die interessierten Weggefährten aus der Altenhägener Zeit zu Wort. So der heute in Wittenbeck lebende Ewald Hoch, dem es Mitte der 50er-Jahre mit seinem Groß Siemener Team nur schwer gelang, gegen Amplers Fußballtruppe so einigermaßen zu bestehen.

Alles in allem eine gelungene Veranstaltung, bei der vor allem die Friedensfahrt immer wieder auflebte.

JOCHEN MÜLLER
Ostseezeitung vom 21.11.05

Uwe Ampler

Extra aus Boltenhagen kam Willi Brüsewitz (l.), um das Buch seines einstigen Mitschülers Klaus Ampler (r.) zu erwerben und vor allem, um den Weggefährten wieder zu sehen.

Foto: Jochen Müller

2 Kommentare zu “Radsportlegende traf viele alte Freunde”


  1. avatar 1 regm Thomas Wendt (Leser)

    Sehr geehrter Herr Baumbach,

    das bekomme ich in Erfahrung und melde mich bei Ihnen per eMail (die mir vorliegt). Ansonsten, kann, wer es schneller herausbekommt, daß auch gerne hier eintragen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Thomas Wendt

  2. avatar 2 regm Thomas Wendt (Leser)

    Hier wird allen geholfen. Heute steht zum Beispiel in der Regionalpresse, daß es aus dem Ortsteil Altenhagen heraus die Initiative gibt, Herrn Ampler zum Ehrenbürger zu machen. Da muß man ja schließlich auch irgendwie Kontakt zu ihm haben. :-)

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