Montag, 14. Oktober 2019
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Ohne Diamanten läuft nichts

Seit über 15 Jahren besteht die Firma Betonbearbeitung und Mietservice. Im September übernahm Sohn Michael Reider die Führung.

Kröpelin Diamantsägeblätter und so genannte Bohrkronen mit Segmenten, die Diamanten erhalten in unterschiedlichen Größen, sind die Hauptarbeitsmittel in der Firma „Betonbearbeitung+Mietservice“ von Michael Reider. Seine Arbeiter bohrten damit unter anderem auf der Recknitztalbrücke der Autobahn 20 (A 20) rund 500 Löcher. „Für die Pfosten, an denen die Leitplanken befestigt werden“, erklärt der 37-Jährige. Alle Arbeiten, die mit Sägen, Bohren und Stahlbeton zu tun haben, übernimmt das Unternehmen. So arbeiteten die Leute um Michael Reider unter anderem auch im Christophorus-Gymnasium, um dort Fenster zu vergrößern und an der Hundertmännerbrücke in Rostock. In der Produktionshalle von Liebherr bohrten sie für die Installation der Anlagen 300 Löcher und sägten marode Balkone von Häusern. „Wir haben aber auch schon Kunst unter Anleitung gemacht, im Technopark in Nienhagen“, sagt der Kröpeliner. Im September vergangenen Jahres hat der Ingenieur für Schiffsmaschinen- und Anlagenbau die Firma von seinem Vater Harald Reider übernommen. „Mein Vater hat aus gesundheitlichen Gründen aufgehört“, so der Vater einer elfjährigen Tochter. In der Firma ist Michael Reider aber bereits seit 1992.
Sein Studium an der ehemaligen Ingenieurschule für Schiffbautechnik Rostock beendete er 1991. „Ich bin sehr wasserorientiert. Und so hatte ich die Möglichkeit im Norden der DDR zu bleiben“, begründet der Mecklenburger seine Studienwahl. Nach dem Studium ergab sich für ihn auch die Möglichkeit, nach Bayern zu gehen. „Aber da ja in Aussicht stand, dass sich der alte Herr mal zur Ruhe setzt und ich den Betrieb weiterführen würde, habe ich gedacht – bleiben wir hier“, erinnert sich der Ingenieur. Bis vor drei Jahren arbeitete er hauptsächlich auf dem Bau. Seitdem kümmert er sich um alles, was mit Kalkulation, Gewinnung von Kunden oder mit dem Unterbreiten von Angeboten zu tun hat.

Den Mietservice, der noch im Namen der Firma enthalten ist, gibt es allerdings nicht mehr. Die eigentliche Idee bei Gründung der Firma war, Baufahrzeuge zu vermieten. „Wenn aber mal ein Kröpeliner anfragt, ob er sich einen Stemmhammer ausleihen kann, machen wir das natürlich. Aber sonst nicht mehr“, so Michael Reider, der in seiner Freizeit gern Fußball oder Tennis spielt.

STEFANIE ADOMEIT
OZ vom 21.06.06

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