Dienstag, 20. Februar 2018
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Mobbing im Kröpeliner Rathaus?

Spiegel-Titel 16/2012 - Mobbing - Der Feind in meinem BüroDer Spiegel titelte in der letzten Woche mit “Mobbing – Der Feind in meinem Büro”. Der dazugehörige Artikel ist nicht sehr tiefgründig, enthält aber einige Anregungen.

Ähnlich wie die Betroffenen reden auch die meisten Unternehmen nicht gern darüber, wenn Mitarbeiter krank werden, weil Kollegen oder Vorgesetzte sie systematisch attackieren. Es könnte dem Ruf schaden. Viele Firmen tun so, als gäbe es solche Konflikte nicht.

Quelle: Spiegel 16/2012 Seite 57ff
Bildzitat: Spiegel-Online

Laßt uns das Thema nicht länger unter den Tisch kehren, sondern mal darüber reden. Immerhin scheint Mobbing auch im Kröpeliner Rathaus ein Thema zu sein. In der Ostsee-Zeitung vom 19.10.2011 erscheint erstmals öffentlich das M-Wort zur Situation in Kröpelin:

…der Bürgermeister fühlt sich von Stadtvertretern und sogar aus seiner Verwaltung gemobbt.

Allerdings fühlen sich auch die Mitarbeiter der Stadtverwaltung von ihrem Dienstvorgesetzten gemobbt. Das ist zumindest das, was den Stadtvertretern vor und leider vermehrt auch nach dem Bürgerentscheid immer wieder nahe gebracht wird. Und es gibt einige schwerwiegende Indizien:

  • inhaltliche Dienstberatungen finden kaum noch statt, darum auch keine verbindlichen Absprachen im Team
  • statt dessen gibt der Bürgermeister in Einzelgesprächen seine Anweisungen ohne fachlichen Hintergrund
  • der Ton des Bürgermeisters ist oft beleidigend und immer zu laut, teilweise sogar anzüglich
  • der Bürgermeister vermeidet in vollem Bewußtsein seiner Fehlhandlungen jegliches Beisein von Zeugen
  • einige Mitarbeiter wurden ohne ersichtlichen Grund und ohne Absprache im Hause versetzt
  • weder Personalrat noch Gleichstellungsbeauftragte wurden bisher angemessen einbezogen
  • manche Mitarbeiter im Rathaus machen einen erschrockenen und eingeschüchterten Eindruck
  • das ganze Klima im Rathaus ist vergiftet, ein offenes Wort ist nicht mehr möglich
  • der Krankenstand der Mitarbeiter des Rathauses stieg belegbar auf einen historischen Höchststand
  • es bleibt zunehmend Arbeit liegen, der Schaden für die Stadt ist darum auch längst ökonomisch messbar
  • der Bürgermeister widersetzt sich nach dem Bürgerentscheid einem Mediationsverfahren, welches er vor dem Bürgerntscheid noch öffentlich ankündigte

Generell gilt: Je schlechter ein Unternehmen organisiert ist, je unklarer die Zuständigkeiten in den Abteilungen sind, umso größer wird die Gefahr, dass Menschen aneinandergeraten, weil sie Entscheidungen treffen, die auf Widerstand stoßen. Mobbing habe häufig strukturelle Ursachen.

Quelle: Spiegel 16/2012 Seite 57ff

Demzufolge kann das Problem tatsächlich in der bis zum heutigen Tage nicht akzeptierten Rollenverteilung innerhalb der Stadt liegen. Die Stadtvertretung pocht auf ihre gesetzliche Stellung als oberste Dienstbehörde und als oberstes Willkensbildung- und Beschlußorgan der Stadt (Kommunalverfassung). Der Bürgermeister mag das bis heute nicht akzeptieren.

Eine weitere Ursache von Dauerkonflikten, sagt Dieter Zapf, seien unsichere Chefs, die ihre Überlegenheit ständig demonstrieren müssten und aggressiv reagierten, sobald sie ihren Selbstwert bedroht sähen. Vielen Führungskräften mangele es an sozialer Kompetenz.

Quelle: Spiegel 16/2012 Seite 57ff

Ausbaden müssen das die Mitarbeiter im Rathaus.

Der Arbeitsrechtler Wolmerath rät Betroffenen, ein Mobbing-Tagebuch anzulegen, in das sie die Angriffe eintragen sollen.

Quelle: Spiegel 16/2012 Seite 57ff

Der Spiegel gibt noch einen guten Tip: “Dienstvereinbarung bei Mobbing und Schikane” der Stadt München.

Schluß mit dem Psycho-Krieg im Rathaus. Wie lange schaut der Landkreis noch zu? Nur er hat die entsprechende Disziplinarbefugnis. Muß es erst zum Äußersten kommen?

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