Dienstag, 20. Februar 2018
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Presse Feuerwehr

Mit Musik im Spielmannszug fing alles an

Nach zwanzig Jahren gab am Freitagabend Wehrführer Claus Kröplin sein Amt an Nachfolger Roland Bull ab. Kröplin fing vor 47 Jahren im Spielmannszug bei der Freiwilligen Feuerwehr an.

Kröpelin „Wer 47 Jahre Dienst hinter sich hat, der kann nicht einfach aufhören.“ Claus Kröplin, der Mann, dessen Name seiner Heimatstadt so ähnlich ist, hat den symbolischen Hut genommen. Seit 1986 diente er der Freiwilligen Feuerwehr Kröpelin als Wehrführer. Angefangen hat er jedoch schon 1959. Damals noch im Spielmannszug. „Kamerad Willi Eckhorst, der leider schon verstorben ist, war derjenige, der mir alles beibrachte “, sagt er.

Claus Kröplin kam vor 64 Jahren als Sohn eines Tischlers zur Welt. Der Ur-Kröpeliner verliebte sich auch in den Rohstoff Holz und trat in die Fußstapfen seines Vaters. Seine Lehre als Bau- und Möbeltischler dauerte drei Jahre. Noch heute ist der Senior dem Lehrmeister für die gute Ausbildung dankbar. Aus Lust und Laune sei er damals in den Spielmannszug eingetreten. „Ich habe Schlagzeug gespielt“, sagt der einstige Trommler des Spielmannszuges. „Später hat man mich angesprochen, ob ich nicht in die aktive Wehr eintreten möchte“, so Kröplin. Gemeinsam mit seinem langjährigen Stellvertreter Jürgen Eckert hat er 20 Jahre lang an der Spitze der Kröpeliner Wehr gestanden. „Das schweißt zusammen“, gesteht er. So lange wie es ging, war Claus Kröplin auch weiterhin im Spielmannszug. Musste dann jedoch aus zeitlichen Gründen aufhören. Was er bis heute bedauert.

Ohne die Unterstützung seines damaligen Arbeitgebers Lothar Schröder aus Satow, der viel Verständnis für die Einsätze der FFw zeigte, „hätte ich das nicht schaffen können“, so Kröplin. „Allerdings“, so der dreifache Vater, „habe ich auch meiner Frau Hannelore viel zu verdanken. Sie saß oft mit den Kindern allein zu Hause“, gibt er zu bedenken. „Und sie gehört auch der Wehr an.“ Heute sei sie die Seele des Gerätehauses, weiß der Ehemann. „Er wird wohl wehmütig sein“, so seine Frau mit Hinblick auf die Amtsübergabe. „Ich bleibe weiterhin bei der Feuerwehr“, kontert Claus Kröplin. „Werde auch immer ein offenes Ohr für Probleme haben. Meine Hilfe anbieten, wo sie gefragt ist“, sagt er. „Die Gesundheit behalten“, ist sein Wunsch für die Zukunft.

Viele kamen am Freitagabend zu seinem Abschied ins Kröpeliner Feuerwehrgerätehaus. Lang war die Reihe derjenigen, die Claus Kröplin verabschiedeten. Viele Umarmungen gab es, unzählige Blumensträuße und Geschenke wurden von Freunden, Kameraden und Wehrführern aus der Nachbarschaft überreicht. Vor allem der Spielmannszug erfreute das Herz des ehemaligen Mitglieds. „Sein Dienst war mehr als bloße Pflichterfüllung“, so Bürgermeister Paul Schlutow. Er überreichte Claus Kröplin die Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes in Gold.

SABINE HÜGELLAND
OZ vom 03.04.06

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