Mittwoch, 21. Februar 2018
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Mit 14 Jahren reif für die Funken

Seit September trainiert die Kröpeliner Funkengarde für die neue Karnevalssaison. In zweieinhalb Wochen hat sie wieder ihren großen Auftritt.

Kröpelin „Beine hoch. Den Körper mehr anspannen“, ruft Silke Kröning in die Runde. Die 32-Jährige ist die Leiterin der Funkengarde des Kröpeliner Karnevalvereins 81. Die zehn Mädchen im Alter von 14 bis 17 Jahren folgen den Anweisungen der Trainerin und marschieren zu den Takten des Banditen-Galopps von Johann Strauß.
Am 11.11. ist es wieder so weit. Für die Karnevalisten beginnt dann die fünfte Jahreszeit. Und die Funkengarde trainiert aus diesem Anlass für ihren großen Auftritt. Denn die Mädchen werden traditionell auf dem Kröpeliner Markt die neue Session einläuten.

An diesem Tag trifft sich der gesamte Karnevalsverein vor dem Awo-Seniorenheim, führt den Bewohnern ein kleines Programm auf und marschiert dann mit bunt geschmückten Wagen und Pferden quer durch die Stadt Richtung Marktplatz. Dort werden gemeinsam Lieder gesungen, bevor der Rathausschlüssel dem Verein übergeben wird und dieser die Macht im Rathaus bis Aschermittwoch übernimmt. Danach eröffnet die Funkengarde mit ihrem Tanz offiziell die Session. „Im November werden dann noch ein, zwei Veranstaltungen stattfinden“, erklärt Silke Kröning. „Die Hauptveranstaltungen sind aber am Rosenmontag und an dem Wochenende davor. Aschermittwoch ist dann alles vorbei.“

Ein Großteil der Mädels tanzt schon seit Jahren. Angefangen haben sie in einer Kindertanzgruppe, bevor sie für die Knirpsengarde tanzten. Ab 14 Jahren gehört man zur Funkengarde. „Ich tanze schon seit zehn Jahren. Schon als kleines Kind habe ich immer zur Musik getanzt“, erzählt Maria Dannehl. „Meine Mutter hat mich dann zum Tanzen gebracht und gesagt, wenn es dir gefällt, kannst du dabei bleiben, und so hat es angefangen.“

Ähnlich war es auch bei Lydia Bierstedt. „Irgendwann habe ich gehört, dass Leute gesucht wurden und bin mit meiner Mutter dahin“, berichtet die 16-Jährige. Jungs sind bei der Funkengarde eher Seltenheit. Nicht dass sie in der Garde nicht willkommen wären, aber „die haben meistens keine Lust“, erzählt Silke Kröhning schmunzelnd.

Wenn im September, nach der Sommerpause, das Training wieder beginnt, wird einmal wöchentlich geprobt. „Im November wird der Tanz der vergangenen Session getanzt. Erst zum Februar gibt es etwas Neues. Dafür brauchen wir aber schon gut acht Wochen, bis der neue Tanz auftrittsreif ist“, so die Trainerin. Für dieses Jahr gilt es auch die neuen Funken einzugliedern. „Einige der Mädchen verlassen auf Grund einer Lehre die Gruppe und so müssen wir die Neuen langsam heranführen“, sagt Silke Kröhning weiter. Und die schlagen sich sehr gut. „Sie haben jetzt schon einige Male mittrainiert und kennen die Schrittfolgen.“

DÖRTE SCHEUFLER
Ostseezeitung vom 25.Okt. 2005

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