Dienstag, 19. November 2019
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Lohnendes Platten-Geschäft

In Kröpelins Schulstraße saniert ein Planungsbüro derzeit zwei Plattenbauten. Der Aufwand lohnt: Viele der zuvor leer stehenden Wohnungen sind bereits vermietet. Am begehrtesten sind Ein- und Zweiraumwohnungen.

Kröpelin Es ist erst ein halbes Jahr her, da mochte in den beiden Plattenbaublöcken in der Kröpeliner Schulstraße kaum noch jemand wohnen. Von 72 Wohnungen waren nur noch acht belegt, der Putz fiel von den Wänden ins Treppenhaus, in den Wohnungen verrotteten die Nachtspeicheröfen. „Die Heizungsanlage war das erste, was wir rausgerissen und erneuert haben“, sagt Planer Volker Schmidt. Zusammen mit seiner Geschäftspartnerin Ina Behnke (35) kaufte der 38-Jährige im Mai die beiden Blöcke. Über den Preis sagt er nichts. Er schweigt auch darüber, wie viel Geld Behnke und er in die Sanierung stecken. Nur so viel gibt er preis: Zuvor haben die Blöcke einem Privatmann gehört, der Pleite gegangen war.
Das Geschäft scheint aufzugehen. Den ersten Block, der bis auf Malerarbeiten im Treppenhaus fertig und bereits bewohnt ist, haben Behnke/Schmidt bereits bis auf zwei Wohnungen vermietet. Der zweite Block ist derzeit noch eingerüstet und soll bis Ende November weitgehend saniert sein. Im Januar sollen hier die ersten Mieter einziehen. „Ein Drittel der Fläche ist bereits belegt“, sagt Schmidt. Ein- und Zweiraumwohnungen gebe es gar keine mehr.

Als Konkurrenz zu anderen Wohnungsanbietern in Kröpelin sehen sich Ina Behnke und Volker Schmidt nicht. „Sicherlich werden wir von anderen Vermietern beobachtet. Aber 72 Wohneinheiten sind nicht die Größenordnung, um für große Anbieter gefährlich zu werden“, sagt Schmidt. Er sieht das Positive für die Stadt. „Die Blöcke waren vorher zwei Schandflecke“ – und die würden jetzt verschwinden.

T. P.
Ostseezeitung vom 25.Okt.2005

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