Dienstag, 20. Februar 2018
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Kröpeliner stimmen über Kunstwerk ab

Über fünf Entwürfe zur Aufwertung des kürzlich fertig gestellten Parkplatzes in der Rostocker Straße können die Kröpeliner ab sofort abstimmen.

Kröpelin Wo sonst die Kröpeliner Stadtvertreter debattieren, hat zurzeit Kunst Einzug gehalten. Fünf Entwürfe für die Aufwertung des im vergangenen Jahr übergebenen Parkplatzes in der Rostocker Straße sollen von den Bürgern begutachtet werden. Denn: Der Parkplatz soll schöner werden. Darum veröffentlichte die Stadt einen Aufruf, dem zehn Künstler der Region folgten. Die hatten zwei Vorgaben zu beachten. Zum einen durfte die „Kunst im Raum“ maximal 20 000 Euro kosten, zum anderen sollte das Ergebnis der Gebietsreform vom 13. Juni 2004 zum Ausdruck kommen – seinerzeit traten drei Gemeinden der Stadt Kröpelin bei. Drei plus eins beziehungsweise die Vier – das ist es, was Bürgermeister Paul Schlutow umgesetzt wissen möchte – und was die Künstler in ihren Entwürfen mehr oder weniger deutlich herausstellen. Vier Türme aus Stein, ein mehrfach gezackter Kristall oder eine viergliedrige Stele werden im Gemeindesaal zur Schau gestellt. Nicht geschafft hat es beispielsweise eine Bärenskulptur.
Von den zehn Künstlern, die die Ausschreibungsunterlagen anforderten, schickten schließlich sieben ein Modell zurück. Fünf der Entwürfe nahmen inszwischen die erste Hürde. Sie wurden von einer 13-köpfigen Jury, bestehend aus Fraktionsvorsitzenden der im Stadtparlament vertretenen Parteien, Ortsräten, Ausschussmitgliedern oder dem Bürgermeister, in die Endrunde gewählt.

„Wir wollen es nicht am Bürger vorbei machen“, sagt Schlutow zu dem Verfahren. Die Kröpeliner sind ab sofort gefordert, während der üblichen Öffnungszeiten im Rathaus ihre Stimme für einen der fünf im Rennen verbliebenen Entwürfe zu geben. Damit Chancengleichheit gewahrt bleibt, müssen die „Wähler“ ihren Namen angeben. Zudem sind die Urheber der Kunstwerke anonymisiert. Die endgültige Entscheidung, welches Kunstwerk auf dem für rund 400 000 Euro neu gestalteten Parkplatz stehen soll, wird während der Sitzung der Stadtvertreter im Februar getroffen.

Dass damit ein bewährter Weg beschritten wird, davon ist das Stadtoberhaupt überzeugt. Mit Bürgerbeteiligung wurde in der Vergangenheit schon einmal ein Kunstwerk gewählt: die Schusterstiefel anlässlich der 750-Jahr-Feier der jetzt rund 5200 Einwohner zählenden Stadt.

TIMO RICHTER
OZ vom 04.01.2006

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