Dienstag, 20. Februar 2018
Schusterstadt Kröpelin
Wegweiser
Start ›  Kröpelin-Sanierung geht weiter
Aus dem RathausPresse InnenbereichSanierungStädtebauprogramm

Kröpelin-Sanierung geht weiter

Morgen stimmen Kröpelins Stadtvertreter über den Städtebau 2006 ab. Wahrscheinlich steht dem Antrag wie in den Jahren zuvor nichts im Weg.

Kröpelin Es geht um viel Geld, genau gesagt um 875 000 Euro. Das ist der Betrag, der morgen Abend bei der Stadtvertretersitzung in Kröpelin im Raum stehen wird. Damit sollen im nächsten Jahr Bauprojekte finanziert werden, die im vom Land geförderten Innenstadtbereich liegen.
Es wird der einhundertste Beschluss sein und er wird sehr wahrscheinlich abgenickt werden. Dann tritt die Gesellschaft für Stadterneuerung und Ortsentwicklung Mecklenburg (GSOM) in Aktion und beantragt Fördergelder. Von den 875 000 Euro trägt ein Drittel die Stadt als Eigenanteil.

Die Summe ist deutlich höher als in den Vorjahren, Bürgermeister Paul Schlutow begründet, das Ministerium für Bau und Arbeit habe im Vorfeld einen höheren Betrag vorgelegt, das lasse sich die Stadt nicht entgehen und ziehe mit dem obligatorischen Drittel mit.

Im nächsten Jahr wird es also in bekannter Weise weitergehen. „Kröpelins typisches Stadtbild ist die geschlossene Fassade“, erklärt der Bürgermeister, „an einigen Stellen muss noch etwas gemacht werden.“ Außerdem sei es wichtig, die so genannte Entdichtung weiter voranzutreiben. Damit ist das Auflockern der Hinterhöfe gemeint, mehr freie Flächen, Grünanlagen und ansehnliche Architektur – hier soll man sich wohl fühlen. Eine solche Maßnahme ist beispielsweise der Abriss des maroden Nebengebäudes am Markt 4.

Neben der Förderung an Wohnhäusern wird es im nächsten Jahr auch ein Bauprojekt am Parkplatz an der Rostocker Straße geben. An der Ostseite ist eine öffentliche Toilettenanlage vorgesehen.

Seit 1991 läuft das Städtebauprogramm. Bisher wurden über zehn Millionen Euro investiert. Darin enthalten sind auch Kosten für Straßen und deren Nebenanlagen: Gehwege, Parkflächen, Straßenbeleuchtung. Dass Förderung zuweilen auch eigenartige Auswüchse zustande bringt, wissen die Kröpeliner aus eigener Erfahrung. Die Rostocker Straße nämlich ist derart stark befahren, dass es der Bürgermeister fast täglich mit Eingaben zu tun hat. Machen kann er nichts. Es ist eine Landesstraße, die auch mit Geldern vom Land erneuert wurde. Wäre das nicht geschehen, wäre die Straße heute in desaströsem Zustand. Der Verkehr würde dann aber vermutlich den Umweg über die Umgehungsstraße auf sich nehmen.

OLIVER STROHBACH
Ostseezeitung vom 07.September 2005

0 Kommentare zu “Kröpelin-Sanierung geht weiter”


  1. Keine Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

*