Donnerstag, 22. Februar 2018
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Kröpelin investiert in Ortsteile

Das Geld ist knapp, aber es hätte schlimmer kommen können, meint Bürgermeister Paul Schlutow zu Kröpelins neuem Haushalt.

Kröpelin Ein neues „Dorfgemeinschaftshaus“ will die Stadt Kröpelin in Diedrichshagen bauen. Nach ersten Schätzungen soll das Gebäude mit einer Garage für das Feuerwehrauto rund 220 000 Euro kosten. „Wir wollen das Haus in Diedrichshagen gegenüber dem Spielplatz bauen, weil es für die Bürger in Wichmannsdorf und Jennewitz gut zu erreichen ist“, erklärte Bürgermeister Paul Schlutow nach der nicht öffentlichen Sitzung des Finanzausschusses.
Herr Schlutow beim angeblichen Rechnen! ;-)Die Mitglieder hätten bei den Beratungen um den neuen Haushalt „besonders positiv erwähnt“, dass nicht nur im Kröpeliner Zentrum investiert wird, sagt Schlutow. So seien im vergangenen Jahr 14 von 23 Bauvorhaben in den Ortsteilen Jennewitz, Schmadebeck und Altenhagen in Angriff genommen worden. Auch in Zukunft müsste in den neuen Ortsteilen besonders viel investiert werden, berichtet Kämmerin Sylvia-Maria Kühl. „Dort gibt es noch sehr viel Nachholbedarf vom Bushäuschen bis zur Straßenbeleuchtung.“

Für die anstehenden Aufgaben muss die Stadt auch auf die Rücklagen aus dem Vermögenshaushalt zurückgreifen. „Das sollte eigentlich nicht sein, weil wir weniger investieren können und weniger Aufträge an die Wirtschaft gehen“, erklärt Bürgermeister Schlutow. Grund für den Griff ans Eingemachte: Die Kröpelinern müssen im Jahr 2006 mit deutlich weniger Zuweisungen aus dem so genannten Landes-Raumentwicklungsprogramm auskommen. Wurden die Fördermittel vom Land bislang in fünf Stufen vom Oberzentrum (zum Beispiel Rostock) bis zum ländlichen Zentralort (wie Satow) verteilt, wird es künftig nur noch drei Kategorien geben. Kröpelin verliert dadurch den Status eines Unterzentrums und wird als Grundzentrum eingestuft. Die Aufgaben, die die Stadt erfüllen muss, bleiben zwar die selben, die Landeszuschüsse wurden jedoch um 165 900 Euro gekappt.

„Wir wussten seit Juni von den Veränderungen und haben dementsprechend den Haushalt aufgestellt“, berichtet Sylvia-Marina Kühl. Für 2007 rechne sie mit weiteren Kürzungen der Landeszuweisungen. Zudem sprudelt die Gewerbesteuer nicht mehr so üppig. „Die Steuereinnahmen sind in den vergangenen fünf Jahren um rund 20 Prozent zurückgegangen“, rechnet Bürgermeister Schlutow vor. Im Haushaltsplan sei daher „nur das Notwendigste“ vorgesehen, sagt Kämmerin Kühl.

Die Mitglieder des Finanzausschusses haben die Etat-Vorlage am Dienstagabend einstimmig dem Stadtrat zur Genehmigung empfohlen. In der öffentlichen Sitzung am Donnerstag, 15. Dezember, werden die Stadtvertreter über den Haushaltsplan im Rat debattieren und abstimmen.

CHRISTIAN VOSS
OZ vom 01.12.2005

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