Freitag, 20. September 2019
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Kleine trainieren Putzen

Schon die Milchzähne müssen gut geputzt werden. Damit die Kleinen das richtige Putzen lernen, zeigte in der Kröpeliner Kindertagesstätte „Pusteblume“ eine Zahnarzthelferin, wie es geht.

Kröpelin Klein, weiß und bissig. Zähne wollen bis ins hohe Alter gepflegt werden. Deshalb müssen schon die ganz Kleinen damit anfangen.
In der Kindertagesstätte der Arbeiterwohlfahrt „Pusteblume“ in Kröpelin können Zwei- bis Dreijährige sehr gut mit der Zahnbürste umgehen. Das Wichtigste für die Knirpse scheint jedoch die Farbe des Putzbesteckes zu sein. „Die Kinder haben sich gleich auf die bunten Becher gestürzt“, freut sich Erzieherin Elke Neugebauer. Gemeinsam mit Zahnarzthelferin Nicole Martin hat sie sich dafür eingesetzt, dass die Kleinsten lernen, ihre Milchzähne zu pflegen. „Das ist enorm wichtig, denn diese Zähne sind der Platzhalter für die Bleibenden“, weiß Nicole Martin. „Die Milchzähne sollten so lange wie möglich im Mund bleiben. Deshalb sollte die Pflege mit dem ersten Zahn beginnen“, erklärt die zweifache Mutter. „Am Anfang wird allerdings eine Spezialbürste nur mit Noppen statt Borsten verwendet. Damit wird das Zahnfleisch massiert und die Kleinen können sich nicht verletzten“, so die 28-Jährige. „Bis zum fünften oder sechsten Lebensjahr sollten die Eltern helfend eingreifen. Damit die Kinder auch die richtige Putzhaltung erlernen.“

Die Zahnarzthelferin möchte das Putztraining weiter anbieten. „Mein Chef hatte mich darauf gebracht. Und ich liebe es mit Kindern zu arbeiten“, so Nicole Martin. „Ich zeige den Knirpsen auch die Praxis. So lernen sie früh und verlieren ihre Scheu vor den Geräten“, meint sie. „Ich habe meine Kinder schon mit acht Monaten an die Zahnbürste herangeführt“, so die junge Frau.

Mächtig stolz sind die Pusteblumenkinder darauf, selber putzen zu können. „Ist gar nicht so schwer“, behauptet der dreijährige Lukas. „Ich esse ganz viel Süßigkeiten“, gesteht Julian (3). „Deshalb muss ich putzen“, ist seine Meinung. „Zu Hause ist das schwer, weil ich nicht an den Spiegel komme“, sagt Mario (3). „Unsere Waschbecken in der Kita sind ja auf Kinderhöhe angebracht“, so Elke Neugebauer. „Die Kinder überprüfen beim Blick in den Spiegel, ob sie alles richtig machen“. Schwer sei die Koordination von Becherhalten und gleichzeitigem Putzen gewesen, meint die Erzieherin. „Viele Kinder haben auch zuerst die Zahnbürste wie einen Stift gehalten. Da musste geübt werden.“

SABINE HÜGELLAND
OZ vom 20.01.06

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