Sonntag, 18. Februar 2018
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Kita-Knirpse ziehen bald in Schule um

36 Kita-, 22 Hort- und zehn Krippenplätze sind seit dem vergangenen Herbst in der ehemaligen Grundschule in der Wismarschen Straße entstanden. Etwa 50 000 Euro hat die Stadt Kröpelin in den Umbau investiert.

Kröpelin „Mitte Juni kann die Einweihungsfeier steigen“, verspricht die Kröpeliner Hauptamtsleiterin Helgrid Erdmann. Bis dahin soll der Umzug der Kita „Villa Kunterbunt“ in die ehemalige Grundschule über die Bühne gegangen sein. Zurzeit geben dort allerdings noch die Handwerker den Takt an. „Es handelt sich aber nur noch um Restarbeiten“, versichert Bürgermeister Paul Schlutow.

36 Kita, 22 Hort- und zehn Krippenplätze sind in dem Gebäude in der Wismarschen Straße seit dem Baustart im vergangenen Herbst entstanden. „Früher gab es auf jeder Etage vier Klassenräume, die jetzt im Rahmen des Kita-Gesetzes verändert werden mussten“, erklärt Helgrid Erdmann. Separate Schlafräume für die Krippenkinder wären gebaut worden. Als Fluchtweg für Notfälle habe man eine Rutsche fertigen müssen, die nun aus dem Obergeschoss nach draußen führt. Rund 50 000 Euro hat sich die Stadt den Umbau kosten lassen. Allein 15 000 Euro waren nötig, um die Auflagen in Sachen Lärmschutz zu erfüllen. „Das Gebäude hätte aber auch Kosten verursacht, wenn es weiter leer gestanden hätte“, meint Paul Schlutow. Und auch das Haus, in dem die 1992 gegründete Elterninitiative zurzeit die Kita betreibt, hätte aufwendig saniert werden müssen. „Investitionen an Dach, Fenstern und Heizung wären nötig gewesen“, so das Stadtoberhaupt. Die ungünstige Lage der jetzigen Einrichtung, am Ortsausgang in Richtung Kühlungsborn – die Hortkinder müssen täglich eine weite Wegstrecke von der Schule zurücklegen – habe außerdem für den Umzug gesprochen.

Großen Anteil am Umbau der Schule hätten die Eltern der Kita-Steppkes gehabt. „Räume wurden unter anderem gestrichen und gestaltet, der Rasen verlegt. Die Eigeninitiative ist bewundernswert“, findet Helgrid Erdmann.

Sorgen, die „Villa Kunterbunt“, deren Kapazität nach dem Umzug um 27 Plätze wächst, könnte nicht ausreichend genutzt werden, hat die Hauptamtsleiterin nicht. So sei der Hort der „Pusteblume“ nahezu ausgelastet und man hätte im kommenden Schuljahr nur neun Abc-Schützen aufnehmen können.

C. B.
OZ vom 06.05.06

5 Kommentare zu “Kita-Knirpse ziehen bald in Schule um”


  1. avatar 1 gast Maik Melzer (Gast)

    36 Kita-,22 Hort- und zehn Krippenplätze und 50.000 €.

    Wahnsinn schon wieder 50.000 € weg.

    Wenn Ich mir jetzt vorstelle die Schule wird geschlosssen, dann braucht Kröpelin auch keine Hortplätze mehr.

    Und weil das so ein schöner Kreislauf ist braucht Kröpelin dann in geraumr Zeit auch keine Kita und Krippenplätze.

    In ca. 30 Jahren wenn Ich dann mal nach Kröpelin komme dürfte die Einwohnerzahl bei 1.000 liegen.

    Also labbert nicht rum über die Schließung der Schule sondern: MACHT WAS.

    Auch wenns euch schwer fällt kontaktiert doch mal A.Merkel schließlich kommt Sie aus der Gegend. Springt über euren Schatten auch wenn Sie politisch anders denkt wie ihr.

    mfg

  2. avatar 2 regm TGutteck (Leser)

    Hallo Maik,

    sicher hast du recht, das 50000 Euro eine Menge Geld sind und mann das Geld hätte auch anders einsetzen können, aber die Einrichtung der AWO verfügt zum jetzigen Zeitpunkt über nicht genügend Kapazitäten, um die benötigten Plätze abzudecken. Die Hortplätze werden benötigt und sind inhaltlich gesehen auch nicht unnutzt, weil wir reden bis jetzt nur von der Schliessung der Verbundenen Haupt und Realschule und noch nicht über die Schliessung der Grundschule.
    Ich muss dir Recht geben, es ist ein schöner Kreislauf und die gesamte Entwicklung ist für Kröpelin alles andere als förderlich.
    Macht was – ist gut. Leider wird meiner Meinung nach dieser Prozess permanent gebremst und es versuchen sich diverse Leute mit dem Thema zu profilieren. Grade das Schönigen des Bürgermeisters in der Presse usw, sind da die besten Beispiele.
    Kontaktiert mal A. Merkel ist gut. Hast Ihre Emailadresse? Meiner persönlichen Meinung nach geht es im Kommunalbereich auch weniger um die Parteien an sich, sondern mehr um inhaltliche Probleme.
    Ganz ehrlich muss ich zugeben, wurde das Thema in Kröpelin, meiner Meinung nach, von der Stadtverwaltung, von den Stadtvertretern und sachkundigen Einwohnern und von den Bürgern verschlafen. Es besteht für mich nur die Hoffnung das die Schule überlebt, wenn sich ein freier Träger findet.

    Gruss

    Thomas

  3. avatar 3 regm Thomas Wendt (Leser)

    Die Einrichtung der AWO verfügt nicht über die Kapazitäten, weil diese Kapazitäten nicht von Bürgermeister Schlutow gewollt wurden. Man hätte leicht einen Pavillon in der KiTa der AWO von vornherein zusätzlich anbauen können. Der jetzige Träger der zweiten Einrichtung hätte sich ohne Stellenabbau dort schon vor Jahren einfügen können, aber das wurde eben vorsätzlich verhindert. “Teile und herrsche” ist ein Prinzip, welches in Kröpelin hervorragend funktioniert.

    Angela Merkel interessiert sich mit Sicherheit nicht um Kröpeliner Probleme. Aber wenn mit diesem Gleichnis gemeint ist, daß Sozialdemokraten mit Christdemokraten in Kröpelin gemeinsam kommunale Probleme angehen sollen, so kann ich sagen, daß dies schon manches Mal gelang.

    Leider scheint bei einigen im Moment schon wieder langsam der Wahlkampf im Kopf zu dominieren. Am 17. September 2006 wird der Landtag gewählt und jeder, wirklich jeder wird das Thema Schule in Kröpelin für sich instrumentalisieren. Das kann man doof finden, aber nicht verhindern.

    Kröpelin hat mehrere Stadtbrände und zwei Weltkriege überstanden. Die Zeiten sind mal so und mal so. Alles nur schwarz zu malen bringt auch nicht voran. Und hinter dem Kirchturm passiert auch eine Menge. Es werden anderwo auch nicht mehr Kinder geboren und auch nicht mehr Arbeitsplätze geschaffen. Es ist nicht so, daß die ganze Gesellschaft nur im Kleinen zu heilen wäre. Da darf man auch ruhig mal an das Große Ganze heran.

    Und da regiert gerade eine Große Koalition. Kommt da jetzt gerade etwas ganz besonders Überzeugendes heraus? Nun, man wird sehen. Manches braucht vielleicht auch etwas länger. Ich hoffe trotzdem, daß bei der nächsten Bundestagswahl mindestens zwei ganz klare Konzepte für das volle Spektrum der Politik deutlich voneinander zu unterscheiden sind und sich die Bürger dann auch ganz deutlich für eines entscheiden.

    Bis dahin werden wir in Kröpelin ein kleiner Spiegel des Ganzen sein. Nicht mehr, aber auch nicht weniger…

  4. avatar 4 regm Thomas Wendt (Leser)

    Nachzutragen wäre, daß diese 50.000 Euro ein Ding sind, das nie so geplant war, aber vom Bürgermeister Schlutow im NACHHINEIN so durchgedrückt wurde. Der Finanzausschuß beispielsweise wurde unmittelbar vor dem Umbautermin über die Pläne unter dem Punkt “Sonstiges” lediglich vom Umzug des Trägers informiert, die Umbaukosten mit 10.000 Euro angegeben. Der Ausschuß hat dazu keine Stellung bezogen, daß war überhaupt nicht vorgesehen, weder von der Verwaltung, noch vom Ausschußvorsitzendem Herrn Ruf. Der war allerdings genauso überrumpelt von der Information, wie alle anderen Mitglieder des Ausschusses auch.

    In der Stadtvertretung wurde zu keinem Zeitpunkt (bis heute nicht!) ein Beschluß zum Umzug des Trägers gefaßt. Das geht allein auf eine Absprache des Bürgermeisters Schlutow mit dem Träger zurück. Als beiden Parteien klar wurde, daß der Umbau deutlich teurer werden würde und somit das durch die Satzungen begrenzte Finanzlimit des Bürgermeisters überschritten wurde, passierte, was bereits mehrfach geschah: die Tatsachen waren geschaffen und der Hauptausschuß und später die Stadtvertretung wurden durch diese Fakten genötigt, den ohne demokratische Legitimation geschaffenen Tatsachen im Nachhinein zuzustimmen und die bereits verbauten Mittel nachträglich freizugeben. Wer will dann schon den Schwarzen Peter bekommen…

    So läuft das Spiel in Kröpelin.

  5. avatar 5 regm TGutteck (Leser)

    Ja du hast es treffend in Worte gefasst, ja so läuft das Spiel hier. Der Bauauschuss wurde am Anfang mal informiert, das der gesamte Umbau für 10000 Eur über die Bühne gehen soll. Wir haben die Summe als unrealitisch eingeschätzt und es wurde auch gesagt, das wie immer die Grundsatzentscheidung fehlt.
    Das ist halt das Problem in Kröpelin, der Bürgermeister und die Ihm in seiner Tätigkeit als leitender Verwaltungsbeamter untergeordnete Verwaltung, treibt Prozesse voran, ohne das jemals die Entscheidung dazu gefasst wurde. Ab einem gewissen Level sind solche Prozesse dann leider schwer zu stoppen bzw es erfordert Persönlichkeiten die den Bürgermeister in solchen Fällen in seine Schranken weisen. Herrn Schlutow war in diesem Fall klar, niemand würde ihn bei seinem Prozess stoppen und eine Kompetenzstreitigkeit auf den Rücken der Kröpeliner Kinder austragen.
    Traurig ist es, das man teilweise so machtlos dagegen ist, zumindetens fühle ich mich so dabei.

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