Dienstag, 17. September 2019
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Gewölbe entrümpelt

Bis heute wird das Gewölbe des Kröpeliner Kirchenschiffs gesäubert. Acht Männer der Kröpeliner Werkstätten befreiten das Gotteshaus von rund drei Tonnen Dreck.

Kröpelin Kehrschaufel, Handfeger und Eimer sind derzeit die wichtigsten Werkzeuge der acht Arbeiter im Gewölbe des Kröpeliner Kirchenschiffs. Mundschutz ist ihr wichtigster Arbeitsschutz. Denn in der Kirche staubt es mächtig. Seit Montag säubern die Beschäftigten der Kröpeliner Werkstätten das Gotteshaus von Schutt und Dreck. „Wir haben das auch schon im Münster gemacht“, sagt Wolfgang Schwarck, Betreuer der Arbeiter. Vor 14 Tagen haben die Männer im Alter von 20 bis 50 Jahren auch die Kirche in Alt Karin „entrümpelt“.
Im Gegensatz zum Münster sei in der Kröpeliner Kirche allerdings recht wenig Dreck. Wolfgang Schwarck schätzt, dass das Gotteshaus bisher von etwa drei Tonnen Schmutz befreit wurde. Die Säuberung des Gewölbes sind Vorarbeiten für den nächsten Sanierungsabschnitt des Kirchenschiffs. „Es ist immer wieder erstaunlich, wie viel Menschen mit Behinderungen schaffen, wenn man ihnen eine verantwortungsvolle Aufgabe gibt“, sagt Propst Olaf Pleban. Es sei eine sehr dreckige Arbeit, aber die Beschäftigten hätten Freude dran. Auch die Temperaturen bereiten den Arbeitern keine Probleme. „Wir sind warm angezogen und man bewegt sich“, meint Wolfgang Schwarck. Außerdem sei es angenehm, ein Dach über den Kopf zu haben und vor Wind und Nässe geschützt zu sein. Die Außengruppe der Kröpeliner Werkstätten ist eigentlich für Landschaftspflege zuständig. Im Winter beschäftigen sie sich jedoch hauptsächlich mit kleineren Abrissarbeiten und Innenentkernung.

Heute ist ihr letzter Arbeitstag im Gewölbe. Die Werkstätten sind eine Einrichtung der Diakonie. „Wir pflegen gute Verbindungen. Aufträge werden vorrangig an sie vergeben. Um auch den Behinderten zu helfen“, erklärt Propst Pleban. Die Gesamtkosten für die Sanierung und Restaurierung des Kirchenschiffs betragen über 300 000 Euro.

STA
OZ vom 16.02.06

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