Mittwoch, 21. Februar 2018
Schusterstadt Kröpelin
Wegweiser

Archiv für die 'Geschichte' Kategorie

GeschichteMeinung

Glashäger „Quellental“- unweit von Kröpelin – Natur in ihrem Ursprung

Weit bis ins Mittelalter lässt sich die Entdeckung der Quellen im ehemaligen „Weinkellertal“, heute „Glashäger Quellental“, nahe Hohenfelde,zurück verfolgen. Die Zisterziensermönche des Doberaner Klosters verwendeten das gute Wasser zum Brauen ihres Bieres. Lange Zeit in Vergessenheit geraten, entdeckte der Besitzer des Gutes Glashagen, Herr von Blücher,die wirtschaftliche Bedeutung der Quellen. Er ließ erfolgreich Bohrungen durchführen und baute im Jahre 1906 den noch heute bestehenden Quellentempel. Aber erst 1908 ließ er eine Abfüllstation in der Nähe des Bahnhofs von Bad Doberan errichten und eine Kupferleitung dort hin verlegen. Durch diese fließt auch heute noch  Quellwasser, das als „Glashäger Mineralwasser“abgefüllt  und im ganzen Norden Deutschlands gern getrunken wird. Mit der Erhebung zum Markenzeichen vom kaiserlichen Patentamt im Jahr 1910 wurde der Grundstein  für diesen Markenartikel gelegt. Seit 2005 gehört „Glashäger“ zur Hassia Unternehmensgruppe. Die Förderleistung der Quelle reichte bereits  vor der deutschen Wiedervereinigung nicht mehr aus, um den Bedarf zu decken. Schon in den achtziger Jahren wurden weitere Brunnen mit identisch bester Wasserqualität erschlossen und ein eigenes Wasserwerk in Hohenfelde gebaut.

Glashäger Quellentempel

Glashäger Quellentempel

 

Das Quellental wurde zu einem beliebten Ausflugsziel und ist es bis heute  geblieben.

Von Kröpelin über Brusow ist es leicht zu erwandern und wird  als Ziel für Schulwandertage gerne genommen. Da auch die gleichnamige Ausflugsgaststätte   zum verweilen einlädt. Neben vielen Kaltgetränken von „Glashäger“ wird der Kaffee aus dem Wasser eines Brunnens aus dem „Quellental“ gebrüht. Er  ist besonders gut im Geschmack und sehr beliebt bei den Gästen.

 //www.glashaeger.de/unternehmen/

Foto: Archiv Herbert Boldt. Besonders im Frühling wird das Quellental mit seinem Tempel besonders anziehend für den Besucher. Wenn die vielen Anemonen blühen kann man den Frühling förmlich riechen.

Auch das „Osterwasserholen“ am Ostersonntag wird bis heute gerne  praktiziert.

Geschichte 1937Adolf HitlerBenito Mussolini

Adolf Hitler und Benito Mussolini in Kröpelin

Vor 75 Jahren – im September 1937 – weilte der italienische faschistische Diktator Benito Mussolini zum viertägigen Staatsbesuch im Deutschen Reich. Hitler hatte ihn eingeladen, um ihm seine militärische Stärke zu demonstrieren und ihn fest als Bündnispartner für seine weltmachtpolitischen Pläne zu gewinnen. Jubelnde Menschenmassen, Flaggen und Transparente allerorten und vor allem immer wieder modernstes Militärgerät – das war der vorherrschende Eindruck, den Mussolini und – über die mitreisenden Medien – auch die Weltöffentlichkeit gewinnen sollte.

Diese Reise führte auch durch Kröpelin. Das ist kein neuer historische Fakt. Die Ostsee-Zeitung geht darauf z.B. 1997 und 2005 ein. Es findet ebenfalls Beachtung auf der Kröpeliner Geschichtsseite auf der Homepage der Stadt, mit Text und Bild im Kröpeliner Stadtmuseum und in der zweibändigen Stadtchronik. Hier heißt es:

Und so jubelten sie am 26. September 1937 dem “Führer” auf dem Bahnhof zu, bevor er mit Italiens faschistischem Diktator Benito Mussolini nach Wustrow fuhr, um dort das Kriegsmanöver abzunehmen. Hier zeigte sich der “Führer” dem begeisterten Volke. Auch der Spielmannszug der Hitlerjugend überschlug sich in Heilrufen. Passieren konnte nichts, denn die Polizei hatte vorsorglich sieben ehemalige Funktionäre der örtlichen Arbeiterbewegung in “Schutzhaft” genommen.

Quelle: Chronik der Stadt Teil 2 (Kröpelin, 1999) S. 36f

Der Staatsbesuch wurde in den deutschen Wochenschauen ausgiebig dokumentiert. Dabei standen die Stationen München und Berlin im Vordergrund. Im Zuge der Recherche in den parallelen italienischen Wochenschauen wurde nun auch Filmmaterial in einer Länge von 26 Sekunden zu Kröpelin entdeckt. weiterlesen »

 1 2 3