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Gemeinsame Postleitzahl angepeilt

Ostseezeitung: Donnerstag, 10.06.2004

Großgemeinde beseitigt letzte Probleme

Vier Gemeinden schließen sich zusammen und werden künftig amtsfrei sein. Für viele Bürger bedeutet dies auch, dass sie eine neue Postleitzahl bekommen. Manche sogar eine komplett neue Adresse.

Kröpelin Zum letzten Mal tagte am Dienstagabend in Schmadebeck der Amtsausschuss des Amtes Kröpelin. Zwölf Jahre nach seiner Bildung wird das Amt Ende Juni 2004 aufgelöst und geht mit der Stadt Kröpelin sowie den Gemeinden Altenhagen, Schmadebeck und Jennewitz in die amtsfreie Gemeinde Kröpelin über.

Amtsvorsteher Willi Gerdel nahm die letzte Sitzung zum Anlass, um den Ausschussmitgliedern aus den Gemeinden für ihr Wirken zu danken und appellierte gleichzeitig, das ehrenamtliche Engagement für die Bürger nach dem Wahltag nicht einzustellen. “Am Sonntag spricht der Wähler und entscheidet über die Zusammensetzung der neuen Stadtvertretung, die künftig auch für alle Ortsteile zuständig ist.” Bis die neu gewählten Vertreter ihre Arbeit aufnehmen, werden noch ein paar Wochen ins Land gehen. In dieser Zeit dürfe es keinen Stillstand geben. “Die Bürger werden weiter in euch ihre Ansprechpartner sehen”, so der Vorsteher. Er schätzte ein, dass in den zurückliegenden Jahren in den Gemeinden des Amtes mit Hilfe von Fördermitteln viel erreicht worden sei. Beispiele: Neue Straßen, Radwege und die Verbesserung der Trinkwasserversorgung.

In der Diskussion ging es anschließend um ganz praktische Dinge, die auf die Bürger der neuen Großgemeinde zukommen. “Es muss gesichert werden, dass die Post, die noch weiterhin an die Gemeinden adressiert ist, automatisch an die Stadtverwaltung Kröpelin weitergeleitet wird”, riet Willi Gerdel. Angestrebt wird, dass künftig alle Ortsteile der amtsfreien Gemeinde Kröpelin dieselbe Postleitzahl erhalten.

“Damit es nicht zu Verwechslungen kommt, muss aber ausgeschlossen sein, dass es doppelte Straßennamen gibt. Deshalb haben wir schon im Vorfeld einige Straßen umbenannt”, erklärte Kröpelins Bürgermeister Paul Schlutow. Wann die einheitliche Postleitzahl in Kraft tritt, steht aber noch nicht fest. Jens-Uwe Hogardt, Pressesprecher bei der Deutschen Post AG, erklärt: “Vierteljährlich werden die Daten in den Verzeichnissen angeglichen. Der postalische Nachvollzug einer Gebietsänderung bedarf einer guten Vorbereitung. Doppelte Straßennamen innerhalb der Gemeinde sind zu vermeiden. Wenn die Vorbereitung gut ist, kann die Zuweisung der einheitlichen Postleitzahl zügig erfolgen. Ratsam ist es, dass dann vor allem auch die Bürger ihre geänderte Adresse allen erforderlichen Stellen mitteilen. Denn nicht nur die Post muss sich zurechtfinden. Zahlreiche Dienstleister und Lieferfirmen benötigen eindeutige Anschriften”, so Hogardt.

Die Adressen einiger Bürger in den Ortsteilen der ehemaligen Amtsgemeinden hat sich Paul Schlutow bereits notiert. Der Bürgermeister will nach Möglichkeit älteren Bürgern in den Dörfern bei runden Geburtstagen persönlich gratulieren. “So lerne ich die neuen Ortsteile der Stadt und ihre Menschen besser kennen.”

ROLF BARKHORN

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