Freitag, 20. September 2019
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Gelb erhellt die Seele

Forsythien gehören zu den ersten Blühern im Frühling. Die knallgelbe Farbe der Blüten sind ein Lichtblick nach einem grauen Winter.

Kröpelin Wenn sie blühen, erscheint selbst der trübste Tag wunderschön. Forsythien, die Sträucher mit den kleinen vierblättrigen gelben Blüten, gehören mit zu den ersten Frühlingsboten. Vielleicht ist das der Grund, warum sie allerorts in den Gärten zu finden sind. Ob nun einfach als Wegbegrenzung oder als Schmuckelement für die Gartengestaltung, Forsythien sind beliebt.
Die uns so vertrauten Sträucher sind Einwanderer. Und stammen aus Ostasien. Benannt wurde der gelb blühende Strauch nach dem königlich-englischen Gartendirektor William Forsyth (1737-1804). Die erste Pflanze kam 1833 nach Europa. Mittlerweile hat jeder gute Gartenfachmarkt verschiedene Sorten im Angebot. In den Blumenläden werden Äste mit dicken Knospen angeboten.

Die Sträucher werden rund drei Meter hoch. „Es gibt auch niedrige und sogar kriechende Forsythien“, klärt Diplomgartenbauingenieurin Maren Vincent von den Ostsee-Baumschulen in Kröpelin auf. „Eigentlich bedarf es keiner großen Erfahrung, um das Gewächs pflegen zu können“, sagt sie. „Ich finde, sie sind der klassische Frühlingsblüher. Forsythien erhellen die Seele“, ist ihre Meinung. „Schön sehen sie neben einer Blutjohannesbeere aus. Sie blüht rot. Das passt“, sagt die Fachfrau. „Oder es werden Blausternchen oder Zwergiris darunter gepflanzt. Auch ein herrlicher Kontrast“, so die 36-Jährige.

Ihre Anspruchslosigkeit und Winterhärte sowie die frühe Blüte sind wohl der Grund für die Beliebtheit des Ölbaumgewächses. Sand oder sandiger Lehmboden reichen aus. „Forsythien ziehen gut Nährstoffe aus dem Boden“, erklärt Maren Vincent. „Freuen sich trotzdem im Mai über mineralische Düngung.“ Die Sträucher sehen am schönsten aus, wenn sie nicht zu dicht stehen. Eine einzelne Blüte besteht aus vier Kelch- und vier Kronenblättern.

„Es ist besser, wenn von innen die abgestobenen Äste abgeschnitten werden. Nicht einfach so ein Radikalschnitt gemacht wird“, stellt Maren Vincent fest. „Die Triebe, die sich im Laufe des Jahres bilden sind auch die blühenden im nächsten Frühling. Also dranlassen“, betont die junge Frau.

Wer keinen Garten hat, der kann so einen Strauch auch im Topf halten. „Und natürlich sehen die Äste in einer Vase wunderschön aus. Halten so zwei bis vier Wochen“, sagt sie. Am beliebtesten ist die Sorte „Dresdner Frühling“. Sie blüht zwei bis drei Wochen vor allen anderen. „Lynwood“ ist mit zwei bis drei Metern ein mittelhoher Strauch und auch sehr beliebt. Genau wie „Minigold“. Er wird jedoch nur eineinhalb Meter hoch.

Auch wenn die gelbe Pracht verblüt ist, sehen Forsythien noch schön aus. Vor allem im Herbst, wenn die grünen Blätter sich rötlich-orange färben, sind die Sträucher wieder ein Hingucker.

SABINE HÜGELLAND
OZ vom 24.03.2006

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