Sonnabend, 19. Oktober 2019
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Gartenarbeit soll Langeweile vertreiben

Sehnsüchtig haben Gärtner auf wärmere Temperaturen gewartet. Jetzt können sie endlich Zwiebeln in die Erde bringen oder Rosen beschneiden.

Kröpelin Seit 1978 besitzt Karin Schwarz ihren Garten in der Kleingartenanlage am Wedenberg. „Ich muss ja was zu tun haben und kann nicht nur aus dem Fenster gucken“, sagt die Kröpelinerin, die vor über 30 Jahren in die Schusterstadt kam. Zu tun hat sie derzeit einiges in ihrem Garten. Rosen beschneiden, den Boden grubbern oder Blumen in die Erde bringen.

„Zwei Drittel sollen ja für Gemüse, Obst und Blumen genutzt werden“, erklärt die 59-Jährige. Deshalb hat Karin Schwarz auch einiges an frischem, essbarem Grün in ihrem Garten. Bohnen, Möhren und Erbsen friert sie ein. „Die Erdbeeren werden aufgegessen beziehungsweise ich koche Marmelade davon. Früher habe ich auch noch eingeweckt“, so die gelernte Industriekauffrau. Im Sommer, wenn alles schön blüht, sieht es am besten aus, freut sich die Hobbygärtnerin.

Da sie gleich gegenüber in einem der Neubauten wohnt, ist sie schnell und oft in ihrem pflanzlichen Freizeitparadies. „Ich mache alles gern, besonders zwischen meinen Blumen rumwühlen“, sagt Karin Schwarz. Vor ein paar Tagen hat sie Dahlien gepflanzt. Das freundschaftliche Verhältnis zu ihren Gartennachbarn mag Karin Schwarz gern. „Hier ist immer etwas los“, sagt sie und zeigt auf die Bänke vor ihrem Gartenhaus.

Günter Ziems ist bei schönem Wetter jeden Tag in seinem Garten. „Damit man immer an der frischen Luft ist“, meint der 77-Jährige. Demnächst will der Rentner auch noch ein Partyzelt aufstellen. Denn in den warmen Monaten wird jedes Wochenende mit der Familie gegrillt. Für den Eigenbedarf baut der Kröpeliner unter anderem Kartoffeln, Salat, Gurken, Tomaten oder Erdbeeren an. „Das schmeckt ganz anders“, schwärmt Günter Ziems von seinen Gartenerzeugnissen.

Der Wolga-Deutsche Morlen Sergej kam vor drei Jahren nach Deutschland. Ein Jahr später kaufte sich der zweifache Vater einen Garten am Wedenberg. „Für die Kinder, die können hier spielen“, sagt der 38-Jährige. Auf dem einst grünen Stück baute der Wahl-Kröpeliner ein Gewächshaus und legte Gemüse- und Blumenbeete an. Rund zehn verschiedene Blumensorten habe er in seinem Garten. Zwiebeln, Möhren, Knoblauch, Tomaten oder Radieschen lässt Morlen Sergej jetzt in seinem Garten wachsen und gedeihen. Jeden Tag ist er hier. Denn neben seinen Pflanzen muss er auch seine Kaninchen versorgen.

STEFANIE ADOMEIT
OZ vom 20.04.06

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