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Für Schule lohnt sich Kampf

Ostseezeitung: Montag, 1. März 2004

Eltern und Lehrer sehen Zukunft für Kröpeliner Standort

Die Diskussion über eine Schließung der Realschule in Kröpelin findet bei den Eltern, Lehren und Kindern kein Verständnis. Sie wollen weiterhin für den Erhalt der Schule kämpfen.

Kröpelin Zum Tag der offenen Tür lud die Realschule in Kröpelin am Sonnabend ein. Zahlreiche Eltern mit ihren Kindern informierten sich auf diesem Weg über die Zukunft der Realschule. “Ich denke, das ist eine Schule, für die es sich lohnt zu kämpfen”, erklärt Elisabeth Cordshagen, die Stadtvertretervorsteherin. 40 Jahre lang unterrichtete sie dort Englisch und Deutsch: “Ich habe diese Schule mit aufgebaut, Steine geschleppt und möchte nicht erleben, dass nun alles den Bach runter geht.” Wie sie denken viele Eltern, die ihre Kinder in diese Realschule gehen lassen.

Am 19. Februar berichtete die OZ über ein Forum, in dem über die Schließung der Schule diskutiert wurde: “Der Regionalschule Kröpelin droht die Schließung, wenn es nicht gelingt, die 5. Klasse zweizügig zu führen”, hieß es.

Schulleiter Thorsten Ruf möchte aber betont wissen, dass er auf jeden Fall eine Zukunft für die neu sanierte Schule sieht. Diese Hoffnung teilen viele Eltern, aber auch Kinder und Jugendliche, die an dieser Schule unterrichtet werden. Julia Friese (11) möchte weiterhin den schönen Computerraum mit ihren Freundinnen nutzen. Marianne Lietzow, Lehrerin für Informatik, erklärt: “Hier können die Kinder sogar ins Internet gehen um sich beruflich zu orientieren.” Aber auch die vielen anderen Angebote wie erste Hilfe, Seidenmalen und Kochen finden bei den Schülern Anklang. “Wir müssen realistische Wege finden, um mehr Eltern zu erreichen.” Die Diskussion über den weiten Fahrtweg von Rerik nach Kröpelin kann Berit Wolfgramm-Barz nicht verstehen. Die junge Mutter findet es wichtig, dass Kinder frühzeitig lernen selbstständig zu handeln.

Die Bauzeichnerin möchte ihre Tochter unbedingt in die Kröpeliner Schule gehen lassen: “Hier sind die Bedingungen für die Kinder einfach ideal.”

Kunsterzieherin und Mathematiklehrerin Anke Weymann betont: “Viele Schulen wünschen sich, so gut ausgestattet zu sein, wie wir es sind. Meine Schüler können bei mir sämtliche Kunsttechniken erlernen. Sogar eine Druckmaschine besitzen wir.”

Viele Eltern, die sich am Sonnabend einfanden, zeigten sich zuversichtlich, was die Zukunft der Einrichtung angeht. Sie haben oder werden ihre Kinder in diese gut ausgestattete, moderne Schule gehen lassen.

SABINE HÜGELLAND

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