Mittwoch, 21. Februar 2018
Schusterstadt Kröpelin
Wegweiser

Archiv für die 'Finanzen' Kategorie

FinanzenPresse HaushaltHubertus Wunschik

Kröpelin wirtschaftet von der Hand in dem Mund

… und die OZ wäscht ihre Hand weiter in Unschuld.

Auf Kroepeliner.de weist Thomas Gutteck gestern in einem kurzen Artikel unter dem Titel: “Richtigstellung zum heutigen OZ Artikel” auf einen von der OZ gestern falsch angekündigten Sitzungstermin des Ausschusses für Bau, Stadtentwicklung usw. hin. Keine Ahnung, warum die OZ nun andauernd falsche Sitzungstermine veröffentlicht. So auch heute wieder. Diesmal trifft es den Finanz- und Liegenschaftenausschuß. Der tagt mit Sicherheit nicht wie in der OZ zweimal verkündet am Montag, 27.08.2012. Bisher liegt nicht einmal eine Einladung aus dem Rathaus vor.

Denkwürdig finde ich die Reaktion der OZ auf die unglaublichen Frechheiten des Bürgermeisters. Sie gibt ihm Platz für seinen Rundumschlag gegen alles und jeden. Schuld an der Misere – nämlich das die Stadt immer noch keinen beschlossenen Haushalt vorweisen kann – sind “die drückende Obrigkeit”, das Land, der Landrat, der Landkreis und zuständig ist nach Meinung von Herrn Wunschik ohnehin nur die Stadtvertretung. Wozu sich die Stadt Kröpelin aber eigentlich einen 90.000 Euro teuren Bürgermeister leistet, das geht aus dem OZ-Artikel unter dem Titel “Kröpelin wirtschaftet von der Hand in den Mund” nicht hervor.

Laut OZ hätte Herr Wunschik sogar “einige Vorschläge”, doch die verrät er weder der OZ noch sonstwem, will nicht “vorgreifen”. Wie bitte? Und mit dieser lächerlichen Antwort gibt sich die OZ ernsthaft zufrieden? Das Jahr ist bereits 238 Tage alt und wir haben immer noch keinen Haushalt. Und wer ist dafür zuständig, einen ausgeglichenen Haushaltsentwurf vorzulegen? Niemand anders als der 90.000-Euro-Bürgermeister. Ein Drückeberger vor der Verantwortung und damit ein Versager im Amt!

Das hat es bei den Bürgermeistern Schwarck und Schlutow nie gegeben. Der Haushalt wurde stets schon im Vorjahr beschlossen. Sich damit rauszureden, der Landkreis wäre auch noch nicht so weit, ist peinlich. Der Landkreis ist ein Landkreis, mit einem gigantischem Haushaltsvolumen von mehr als einer viertel Milliarde Euro und das nach einer komplizierten Fusion zweier Altlandkreise. Kröpelin aber ist eine Kleinstadt mit einem Haushalt von gerade mal vier oder fünf Millionen Euro. Andere Nachbarkleinstädte (OZ berichtete) haben sehr wohl schon lange einen beschlossenen Haushalt (nur eben nicht so einen Bürgermeister). Aber wenn man sich immer nur in der Dienstzeit um seine Privatvergnügen kümmert (OZ berichtete) und nach Ausreden sucht…

Schade das die OZ dieses Spielchen scheinbar immer weiter mitmacht und das Versagen auf der ganzen Linie von Herrn Wunschik nicht endlich deutlich aufdeckt. Nur ständige Andeutungen reichen nicht, denn zwischen den Zeilen kann Herr Wunschik bekanntlich nicht lesen. Hat Herr Wunschik etwa immer noch Welpenschutz bei der OZ oder woran liegts?

Vor einigen Tagen feierte die OZ sich für 60 Jahre ihres Bestehens. Zwei Drittel dieser Zeit schrieb sie die bestehenden Dinge schön, legte die Finger nicht in die Wunde, schwamm immer auf Linie mit. Anders konnte sie auch nicht. Aber heute könnte sie es.

FinanzenOrtsteile AltenhagenBrusowGutshaus Altenhagen

Die Stadt verkauft ihre letzten beiden Gutshäuser

Zwei Gutshäuser hielt die Stadt bis zuletzt in ihrem Besitz. Auf der Sitzung der Stadtvertretung am 12.04.2012 wurde der Verkauf dieser beiden Immobilien beschlossen. Da ist zum einen das äußerst stattliche Gutshaus Altenhagen, dessen Schicksal seit vielen Jahren auch vielfach auf Schusterstadt.de thematisiert wurde. Und zum zweiten ist es das Gutshaus in Brusow, welches weit weniger als solches bekannt ist. Im Laufe der Jahre hat es immer wieder Interessenten gegeben und manchmal auch Anläufe zu ihrem Verkauf.

Noch am 13.01.2012, also nur zwei Tage vor dem Bürgerentscheid, zauberte die Ostsee-Zeitung “nach Rathausangaben” drei Interessenten für das Gutshaus Altenhagen aus dem Hut. Das war leider nur ein weiteres Beispiel, wie sehr die Ostsee-Zeitung im Vorfeld des Bürgerentscheides Partei für den Bürgermeister ergriff. Immerhin hatte die Stadtvertretung auf ihrer Informationsversammlung zum Bürgerentscheid nur einen Tag zuvor öffentlich und wahrheitsgemäß erklärt, daß ihr kein aktueller Bewerber bekannt sei und die ständigen Verzögerungen im Verkauf Herrn Wunschik angekreidet. Das dieser zuerst die Presse informiert, statt wie in jeder anderen Stadt zuerst die Stadtvertretung, zeigt(e) einmal mehr das ganze Dilemma.

Keiner der drei damals vom Bürgermeister und der Ostsee-Zeitung aus dem Hut gezauberten Bewerber für das Gutshaus Altenhagen findet sich nur drei Monate später unter den ernsthaften Interessenten wieder. Die Stadtvertretung folgte der Empfehlung des Ausschusses für Finanzen und Liegenschaften. Bevor nicht auch der Notar seinen Stempel auf dem Kaufvertrag gegeben hat und das erste Geld im Stadtsäckel landet heißt es zu hoffen, daß dieser Anlauf klappt. Es soll endlich wieder Leben in die Gutshäuser in Altenhagen und in Brusow einziehen. Und die Handwerker.

 1 2 3 4 5 6 ... 19 20 21