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Fehlende Toilette gefährdet Festplatz

OZ-Wochenendausgabe, 05. März 2005 | Neubukow und Kröpelin

Fehlende Toilette gefährdet Festplatz

Kröpelins Stadtvertreter sind gegen den Bau eines Warte- und Toilettenhauses auf dem großen Parkplatz. Damit sind Veranstaltungen in Gefahr.

Kröpelin Noch einen Tag später kann es auch Paul Schlutow kaum fassen. „Das ist das Todesurteil für unseren Festplatz“, kommentiert Kröpelins Bürgermeister den Beschluss der Stadtvertreter, das Projekt des Buswartehauses samt Toilette an dem neuen Großparkplatz sterben zu lassen. „Ohne die dort vorgesehenen Wasseranschlüsse könnten an diesem Ort künftig keine Veranstaltungen mehr stattfinden“, war er sichtlich enttäuscht.
Mit elf zu fünf Stimmen bei einer Enthaltung hatten die Abgeordneten zuvor die Beschlussvorlage zu diesem Bauvorhaben abgeschmettert. Vor allem die Vertreter von SPD und PDS sahen keine Dringlichkeit, diese öffentliche Einrichtung zu bauen und befürchteten zudem offenbar eine für die Stadt unzumutbare finanzielle Belastung durch Wartehaus und Pissoir.

Bedenken, die Bürgermeister Schlutow zuvor zu zerstreuen versuchte, als er die 75 prozentige Förderung durch das Land unterstrich. Seit 1999 habe er in Schwerin um die Gelder gekämpft und jetzt, da sie bereit ständen, würden sie nicht abgerufen, zeigte er sich verständnislos über den Beschluss.

Der große Parkplatz stand an diesem Donnerstag Abend noch ein weiteres Mal im Mittelpunkt. Diskutiert wurde die Themenvorgabe für bildkünstlerische Arbeit in diesem innerstädtischen Bereich. Dabei setzte sich vor allem die CDU-Fraktion dafür ein, mit einem Kunstwerk an die mittelalterliche Hexenverfolgung in Kröpelin zu erinnern. Andere Volksvertreter machten sich hingegen dafür stark, die neue Gemeinsamkeit nach Eingliederung weiterer Ortschaften in die Stadt künstlerisch zu manifestieren. Dieser Gedanke fand auch bei der Abstimmung die meisten Befürworter. Kröpelin und seine Ortsteile wird nun nach dem Willen von 13 der 17 Stadtvertreter das Thema sein, an dem Künstler nach einem Ideenwettbewerb arbeiten sollen.

Zu einem Streitpunkt wurde ebenfalls der Nachtrag zum Verwaltervertrag der Stadt mit der Bad Doberaner Wohnungs- und Investitionsgesellschaft (WIG). Nach den Vorstellungen von Stadtverwaltung und WIG-Geschäftsführung soll sich die Verwaltergebühr pro Wohnungseinheit auf rund 247 Euro erhöhen. Das sind 60 Euro mehr als bisher. Diese Steigerung fand den Widerspruch der Stadtvertreter. Sie verwiesen den Antrag zurück in den Finanzausschuss. Dieser soll nun nach Alternativen suchen.

Mehr bezahlen sollen nach dem Willen der Volksvertreter künftig auch Kröpelins rund 200 Hundehalter. An sie gingen bereits die Bescheide darüber aus dem Rathaus ab. Die Jahressteuer, die nunmehr 35 Euro beträgt, ist erstmals zum 1. Juli fällig.

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