Donnerstag, 22. Februar 2018
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Meinung Bahnhof

Erlebnis Bundesbahn – Montag, 31. Juli 2006 unserer Zeitrechnung!

Es ist jetzt mehr als 11 Jahre her, dass ich wieder mit dem Zug fuhr. Die Reise ging von Kröpelin über Rostock nach Hamburg. Bekanntlich kann einer immer viel erzählen, wenn er eine Reise macht. – Ich auch.
Bahnhof Kroepelin.jpg
Bereits auf der Hinreise ging es los. Ich wollte mir eine Platzkarte kaufen. Drei Schalter waren geöffnet und lang war die Schlange der Wartenden. In der Hauptgeschäftszeit nicht unbedingt sehr kundenfreundlich! Als ich endlich an der Reihe war, blieb nur die Erkenntnis, dass der Zug total überfüllt sein musste, denn Platzkarten gab es keine mehr. Den Wageneinlauf konnte mir die nette Dame leider auch nicht nennen. Ich bekam es dennoch heraus und erwischte einen Platz. Dieser war zwar reserviert, aber bis Hamburg erhob niemand Anspruch darauf. Nach Abfahrt des Zuges die Mitteilung, dass weder kalte, noch warme Getränke gereicht erden können, – aus „TECHNISCHEN GRÜNDEN”. Für einen Zug, der gerade erst auf Rügen gestartet ist und fast durch ganz Deutschland unterwegs sein wird,
etwas gewöhnungsbedürftig, für witterungsbedingt durstige Reisende. Es fehlte hier die BOTSCHAFT – wir arbeiten daran. Bekanntlich ist ja jedes technische Problem auch lösbar. Die Mitteilung über eine Verspätung in der Ankunft in Hamburg um 10 Minuten brachte meine Pläne nicht durcheinander, Hamburg war ja mein Endreiseziel.
Auf der Rückfahrt gab es keine Probleme, bis Rostock verlief die Reise normal.
Ab 19 Uhr 06 in Richtung Wismar funktionierte der Fahrkartenautomat nicht. Auf dem Bildschirm die Nachricht: “Rufen Sie bitte die 01830235969 an”. Scheinbar setzt die Bahn voraus, dass jeder Reisende im Besitz eines Handys zu sein hat, um gegebenenfalls der Bahn mitteilen zu können, dass ihre Technik nicht einsatzbereit ist und das auf Kosten des Reisenden. Der Andrang an dem Automaten war groß, doch angerufen hat, für mich sichtbar, keiner. Eine Kontrolle kam, für alle Betroffenen zum Glück, nicht.Wie es für die Vielen ohne gültigen Fahrschein gelaufen wäre, bleibt Spekulation.
Zwei junge Leute versuchten, die Drehtür des WC s zu öffnen. Erst ohne Erfolg, dann aber gelang es, unter weiterer Mithilfe eines Reisenden. Doch ein paar Minuten später ein lautes Klopfen. Eine junge Frau war auf dem WC eingesperrt und bekam die Tür nicht wieder auf. Hilfsbereite Reisende halfen ihr schließlich aus dieser Notlage. Meine Reise ging zu Ende und ich fragte mich, ob die Bahn wie in diesem letzten Beispiel weiß, welche Fahrzeuge sie da auf die Reise schickt? Ohne meine Reiseerfahrung verallgemeinern zu wollen, finde ich, die Bundesbahn sollte es wissen, um vielleicht mehr Sorgfalt walten zu lassen. Für mich war das Erlebte nicht unbedingt Anlass, alsbald wieder das Auto stehen zu lassen, um eine „ERLEBNISREISE auf der Schiene” zu unternehmen.

Herbert Boldt

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