Mittwoch, 21. Februar 2018
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Ein Mann für die Sicherheit

Siegfried Krüger ist Ingenieur für Nachrichtentechnik. Er muss für seine Arbeit technisch ständig auf dem Laufenden sein.

Kröpelin Schraubenzieher, Bohrer, Messer. Siegfried Krüger packt sein Werkzeug aus. Er will einen Bewegungsmelder installieren. Die dafür benötigten Elektroleitungen hat Krüger schon Tage vorher installiert. Er greift sich den Sensor. Der kleine weiße Kasten soll im Flur und oberhalb der Haustür angebracht werden und dient als „Auge“.
Der Ingenieur für Nachrichtentechnik schnappt sich die Leiter und hält das Gerät an die Wand. „Er muss alle Bereiche erfassen können, um so den Eindringling melden zu können“, sagt er. Die Position ist perfekt. Jetzt baut Krüger den Deckel mit der Schwarzspiegeloptik ab. Gerillt in halbrund wirkt er wie ein großes Weitwinkelobjektiv. Darunter befindet sich der Grundträger mit den Klemmen für die Kabel. Ein Loch wird in die Wand gebohrt und das Gerät mit zwei Schrauben befestigt. „ Er muss festsitzen. Erschütterungen, wie sie zum Beispiel vom Straßenverkehr verursacht werden, würden sonst Alarm auslösen“, erklärt er. Jeder Handgriff sitzt. Siegfried Krüger ist schließlich kein Anfänger. Verfügt er doch über etliche Jahre Berufserfahrung.

Der Fachmann zieht den Kabelstrang, der aus der Decke ragt, durch die dafür vorgesehene Öffnung im Sensor. Die Überlänge schneidet er mit einem Messer ab. Schutzfolie und Isolierung werden abgezogen. 12 Drähte, jeweils zu einem Zweierpack verdrillt, wie der Fachmann sagt. Krüger isoliert die Kabelenden ab und schraubt sie in die entsprechenden Verbindungen.

Ein Nachrichtentechniker muss über umfangreiches Wissen verfügen. Siegfried Krüger hat sich auf Kommunikations-und Sicherheitstechnik spezialisiert. Dazu gehören unter anderem Zutrittskontrollen und Zeiterfassungen, Türsprech-und Brandmeldeanlagen, Feuerlöschprüfdienst und Einbruchs-und Sicherheitsanlagen. Aber auch Fernsprecheinrichtungen und Sat-Technik wird von dem 52-Jährigen installiert.

Im Deckel des Sensors befinden sich Mini-Schalter mit mehreren Reglern. Der Nachrichtentechniker stellt mit einem Stift die Empfindlichkeit des Sensors ein und steckt dann den Deckel auf das Grundgerüst.

Jetzt gilt es, die Einbruchsmelde-Zentrale zu schalten. Unterhalb des Dachbodens findet sich Platz für den grauen Kasten. Sämtliche Kabel, die mit der Sicherheit im Haus zu tun haben, werden dort zusammengeführt. Der kluge Mann baut vor: „Hier ist es sinnvoll, schon vorher die Kabel zu beschriften, damit es kein Rätselraten beim Anschluss gibt“, so Krüger. Nachdem er die Zentrale an der Wand befestigt hat, beginnt der gleiche Ablauf wie schon beim Sensor: Abisolieren und so weiter. Siegfried Krüger geht auf Nummer Sicher. In die Zentrale stellt er einen Akku. „Im Falle eines Stromstops ist die Arbeit der Anlage trotzdem gesichert“, sagt er. An diesem Gerät gibt es zwei Möglichkeiten der Scharfstellung, zu erkennen am roten oder gelben Licht. Der Hausherr entscheidet sich für klassisch Rot. Dann kommt nur noch der Deckel drauf – und fertig. „Krüger geht jetzt den Bereich des Einganges ab und überprüft, ob das Gerät anschlägt. Alles klar, gute Arbeit.

SABINE HÜGELLAND
Ostseezeitung vom 27.Okt. 2005

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