Freitag, 23. August 2019
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Bühne im „Raben“ wird größer

Im letzten Jahr begann André Arndt, den Saal im Kröpeliner „Raben“ zu erneuern. Auf der Bühne werden später einmal zehn statt fünf Musiker Platz finden.

Kröpelin 40 Zentimeter lang ist der Zopf, den André Arndt trägt. Der 36-Jährige ist ein Quereinsteiger im Gastronomiegeschäft. Ganz im Stillen sponsert der Geschäftsführer der Gaststätte „Zum Raben“ die Kröpeliner Volkssolidarität. Zweimal im Jahr dürfen die Mitglieder den Saal für sich zum Feiern nutzen.
1998 hat André Arndt die Gaststätte übernommen und neu aufgebaut. Und das war gar nicht so einfach. „Als ich das Haus bekam, war alles veraltet und musste erneuert werden“, sagt er. „Seit den 70-ern wurde am Gebäude nichts mehr gemacht.“ Inzwischen hat sich viel verändert. „Nicht nur Küche und Sanitäranlagen mussten gemacht werden. Heizung und Elektrik waren ebenfalls reparaturbedürftig.“ Im letzten Jahr wurde der Veranstaltungsaal grunderneuert. „Bin noch dabei. Das wird noch dauern“, so André Arndt. Auf der Bühne werden später einmal statt fünf, zehn Musiker Platz finden. Spiegel an einer Wand sollen den Tanzschülern, die dort regelmäßig proben, die Übungen erleichtern. „Außerdem will ich in der Zukunft die Bar im Saal erweitern. Sie soll im Western-Stil aufgebaut werden“, erklärt der Geschäftsführer. Ein angrenzender Saal für das Büfett ist gerade fertig geworden. „So bleiben die Essensgerüche außen vor.“

André Arndt stammt ursprünglich aus Kühlungsborn. Dort wuchs er auf. Nach der Schule absolvierte er im Familienbetrieb seines Vaters eine Ausbildung zum Elektriker. Dann zog es den jungen Mann in die Großstadt. Vier Jahre lang arbeitete Arndt im Fernmeldebau, zog danach wieder in seinen Heimatort und baute dort eine Baufirma auf. „Die Gaststätte in Kröpelin war damals nur noch sporadisch in Betrieb. Sie liegt genau neben dem Wohnhaus meiner Frau“, so der Unternehmer. „Da hab ich zugegriffen. Außerdem wurde sie einmal vom Großvater meiner Frau geführt“, klärt er auf. Heute arbeitet die Familie mit im Betrieb. Dem Vater eines neunjährigen Sohnes bleibt kaum noch Zeit für Privates. „Der Umbau wird mich noch lange beschäftigen. Außerdem muss der normale Gastronomiebetrieb ja weiter laufen“, so Arndt.

„Die Außenfront werde ich im Western-Stil erweitern und umbauen“, so der Amerika-Fan. „Ich liebe diesen Stil“, gesteht er. Zurzeit lockt die große Westernbar am Wochenende die Jugend ins Haus. Der Saal wird gerne für verschiedene Veranstaltungen gebucht. André Arndt ist stolz auf seine Arbeit. „Ich weiß auch nicht, wie ich das geschafft habe“, wundert er sich.

SABINE HÜGELLAND
OZ vom 28.01.2006

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