Mittwoch, 23. Oktober 2019
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Bodenordnung bringt Schub für Wegebau

Das Bodenordnungsverfahren im Kröpeliner Ortsteil Schmadebeck ermöglicht mehrere Vorhaben im ländlichen Wegebau.

Schmadebeck „Das Bodenordnungsverfahren in der ehemaligen Gemeinde Schmadebeck – dazu gehören auch die Dörfer Groß und Klein Siemen sowie Einhusen – läuft, die Teilnehmergemeinschaft hat sich konstituiert. Ein Maßnahmeplan für mögliche Investitionen wurde erarbeitet.“ Kröpelins Bürgermeister Paul Schlutow klingt zufrieden, als er diese Worte spricht – als wolle er sagen: „Damit haben wir was gekonnt.“ Die ehemalige Gemeinde Schmadebeck ist seit einem Jahr Teil der amtsfreien Stadt Kröpelin.
Bodenordnungsverfahren – das klingt langweilig, nach Vermessungs- und Katasterunterlagen, Auseinandersetzungen über Grundstücksverhältnisse. „Das ist nur ein Teil dieses Verfahrens, das unter der Federführung des Amtes für Landwirtschaft Bützow durchgeführt wird. In der Tat ist es so, dass in etlichen Flurstücken des einbezogenen Gebiets, das immerhin 1240 Hektar umfasst, die in Jahrzehnten gewachsene Nutzung von Grundstücken und Wegen mitunter mit der Eigentumsstruktur, die in den Flurkarten ausgewiesen wird, nicht mehr in Übereinstimmung steht. Das wird jetzt auf den neuesten Stand gebracht“, so der Bürgermeister.

„Für die Menschen unserer Stadt und die vielen Urlauber, die auch in unsere Region hinter der Küste kommen, sind vor allem die Investitionsmaßnahmen greifbar und nachvollziehbar, die durch das Verfahren ermöglicht und aus einem Fonds des Amtes für Landwirtschaft gefördert werden“, sagt Schlutow und zählt gleich mehrere Vorhaben auf: Neubau der Landwege von Schmadebeck nach Altenhagen und Brusow, von Groß Siemen nach Altenhagen Ausbau, von Groß Siemen nach Klein Siemen, dazu kommt die Neuanlage von Wanderwegen zwischen Einhusen und Lüningshagen, von Groß Siemen zum Hellbach.

„Diese öffentlichen Baumaßnahmen im Rahmen des ländlichen Wegebaus haben für uns zwei Aspekte: Sie verbessern die Lebensverhältnisse der Menschen, die in diesen Dörfern leben und ihre Kommunikation untereinander. Und als wirtschaftliches Standbein wird in den ländlichen Regionen der Tourismus immer wichtiger. Diese neuen Wege, die gleichermaßen für Wanderer und Radler interessant sind, stellen so gesehen auch ein Stück touristischer Infrastruktur dar“, erklärt Schlutow und zählt auf: „Wir haben im ländlichen Raum unseres Stadtgebiets fünf Gutshäuser, zwei Heu-Hotels, dazu kommen etliche Bauern- und Reiterhöfe sowie Gaststätten, die auf den Tourismus setzen.“ Das Bodenordnungsverfahren wird sich über acht Jahre erstrecken, die Verwirklichung der Baumaßnahmen erfolgt schrittweise, denn die Stadt muss dafür auch Eigenmittel aufbringen, so der Bürgermeister, der auch noch einen Hinweis gibt: „Gefördert werden auch private Bauvorhaben. Informieren kann man sich darüber im Bauamt des Rathauses.“

LUTZ WERNER
Ostseezeitung vom 23.Juni 2005

2 Kommentare zu “Bodenordnung bringt Schub für Wegebau”


  1. avatar 1 regm TGutteck (Leser)

    Stimmt, das ist mir beim Lesen des Artikels gar nicht bewusst geworden.

  2. avatar 2 regm Thomas Wendt (Leser)

    Na, so lange ist das aber noch nicht her, da sollte man noch wissen, daß Klein Siemen nicht zu Schmadebeck gehörte, sondern zur Gemeinde Altenhagen…

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