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Ampler soll Ehrenbürger werden

Altenhagen möchte 2007 eine Ortschronik präsentieren. 70 Seiten liegen schon vor. Das Problem ist im Moment noch die Finanzierung.

Altenhagen Volles Haus am Donnerstagabend bei der Ortsratssitzung in der Schlossgaststätte. Mit Sicherheit war dies auch dem Tagesordnungspunkt „Erarbeitung einer Ortschronik“ geschuldet.
Vehement setzt sich die Ortsteilvertretung in einem Schreiben vom 30. November an die Kröpeliner Stadtverwaltung für eine solche Chronik ein. Ortsratsvorsitzender Willy Gerdel und vor allem auch Frau Woller haben Unmengen von Material, insgesamt so an die acht Aktenordner, gesichtet. Mit der Rostockerin Dr. Monika Zielke hat man eine engagierte Mitstreiterin gefunden, die bereits seit August 2004 auf diese Vorarbeiten, gepaart mit unzähligen Befragungen von Zeitzeugen und Stöbern in Archiven, aufbaut. Das Ergebnis: Die ersten 70 Seiten über die Jahre 1945 bis 1990 liegen in drei Kapiteln vor.

Das Problem ist die Finanzierung. Der Altenhäger Antrag wurde in den Finanz- und Kulturausschuss der Stadt verwiesen. Mit Blick auf leere Stadtkassen und dem Gedanken, dass jedes der 15 zu Kröpelin gehörenden Dörfer dann das Recht auf eine eigene Chronik hätte, lehnten die Ausschüsse mit empfehlendem Charakter das Ansinnen der geschichtsbewussten Altenhäger ab. Der anwesende Kröpeliner Bürgermeister Paul Schlutow und Stadtvertreter-Vorsitzender Borchert relativierten, nicht ohne die Schrittfolge in der Vorgehensweise der Verfechter der Chronik zu bemängeln. „Zunächst”, so die Kröpeliner, „sollte der Kostenrahmen überprüft und nach Sponsoren gesucht werden”. Gemeinsam müsste man dann auch geeignete Fördermöglichkeiten finden. Viel Arbeit also, will man die Chronik wie geplant 2007 präsentieren.

Bei einer Buchpräsentation von Klaus Ampler, Friedensfahrtsieger 1963, die kürzlich ebenfalls in der Schlossgasstätte stattfand, wurde beiläufig geäußert, Ampler, der Kindheit und Jugend in Altenhagen verbrachte, zum Ehrenbürger zu machen. Diesen Vorschlag griff der Ortsrat auf. Ehrenbürger von Altenhagen geht nicht mehr, da die Gemeinde seit Jahresfrist zu Kröpelin gehört. Bürgermeister Schlutow betonte, dass das Ehrenbürger-Recht ein ganz Besonderes ist. Die Messlatte dafür liegt hoch. Ganze zwei Herren konnten sich in Kröpelins Geschichte Ehrenbürger nennen: ein langjähriger engagierter Bürgermeister und ein Wehrführer mit gleichen Attributen. In einer geschlossenen Sitzung will man nun weiter über die Vorgehensweise beraten.

JOCHEN MÜLLER
OZ vom 10.12.2005

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