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13 Bewerber aus den neuen Ortsteilen

Ostseezeitung: Dienstag, 25.05.2004

Künftig zwei Sitze mehr im Kröpeliner Stadtparlament

Die Stadt Kröpelin wird größer. Ab 13. Juni schließen sich ihr drei Gemeinden an. Wie ist gewährleistet, dass die Belange der neuen Ortsteile im Kröpeliner Rathaus vertreten werden?

Kröpelin Mit der Auflösung der Gemeinden Altenhagen, Jennewitz und Schmadebeck werden deren Bürger am 13. Juni auch keine Gemeindevertretung mehr wählen. Da ihre Dörfer mit Ablauf des 12. Juni zu Ortsteilen der Stadt Kröpelin werden, wird die neu zu wählende Stadtvertretung die Aufgaben der Gemeinderäte mit übernehmen.

Die Stadtvertretung wird sich aus 17 Mitgliedern zusammensetzen. “Diese Zahl ergibt sich aus den gesetzlichen Vorgaben. Sie resultiert aus der Einwohnerzahl”, erklärt Amtswahlleiterin Helgrid Erdmann. Die jetzige Stadtvertretung besteht aus 15 Sitzen. Folglich werden es nach der anstehenden Kommunalwahl zwei Sitze mehr sein.

Aus den jetzt noch existierenden Gemeinden haben sich 13 Bewerber für die Wahl der Stadtvertretung aufstellen lassen. Die CDU hat Helmut Lehner aus Klein Nienhagen und Jörg Diederichs aus Schmadebeck auf ihrer Liste. Die SPD schickt Jutta Dankert aus Klein Nienhagen ins Rennen. Aus den Reihen der PDS kandidieren der Altenhäger Willi Gerdel und der Boldenshäger Erich Porm für die Stadtvertretung. Die Bewerberliste der Wählergemeinschaft Jennewitz weist acht Namen auf: Karl-Ulrich Becker aus Wichmannsdorf, Karsten Körner aus Jennewitz, Peter Schleritt aus Diedrichshagen, Frank Unger aus Boldenshagen, Irene Kiel aus Jennewitz, Iris Roßmann aus Boldenshagen sowie die Jennewitzer Thomas Petrikat und Bodo Spangenberg.

Sollte es aus dieser oder jener Gemeinde, möglicherweise sogar aus allen drei niemand in die Stadtvertretung schaffen, regelt der Gebietsänderungsvertrag die Interessenvertretung dann immer noch über die Ortsbeiräte. “Dass nun absolut gar keine der jetzigen Gemeinden in der neuen Stadtvertretung mit am Tisch sitzen wird, kann ich mir aber nicht vorstellen”, sagt Helgrid Erdmann.

Die Ortsbeiräte werden durch die neuen Stadtvertreter gesondert gewählt. “In jeder der jetztigen Gemeinden wird es eine Ortsteilvertretung geben”, kündigt Helgrid Erdmann an. Diesem Beirat werden jeweils fünf Mitglieder angehören.

In der Kommunalverfassung wird die Stellung der Ortsteilvertretung ähnlich wie die eines Ausschusses der Gemeindevertretung angelegt. Zu ihren Rechten zählt es, über alle wichtigen Angelegenheiten in den Ortsteilen unterrichtet zu werden und Anträge in die Stadtvertretung einzubringen. Auch haben sie Rederecht in den Ausschüssen, wenn ein Antrag der Ortsteilvertretung behandelt wird.

In jeder der Noch-Gemeinden wird am 13. Juni ein Wahllokal eingerichtet sein: Die Stimmen können im Altenhäger Gutshaus, im Groß Siemener Feuerwehrhaus und im Raum des DRK-Ortsverbandes in Jennewitz abgegeben werden. In Kröpelin wird es drei Wahllokale geben: im Rathaus, in der Regionalschule und im Awo-Seniorenzentrum.

Insgesamt liegen für die Sitze in der Stadtvertretung 45 Kandidaturen vor. Vier Parteien (CDU, SPD, PDS, FDP) und zwei Wählergruppen (Freie Wählergemeinschaft Kröpelin, Wählergemeinschaft Jennewitz) treten an.

DETLEF LÜBCKE

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