Samstag, 11. Februar 2012
Schusterstadt Kröpelin
Ortsteile Altenhagen

Was wird aus dem Gutshaus Altenhagen?

Das Gutshaus in , bei Kröpelin, ist immer noch ein Blickfang. Es war über viele Jahre auch der Dorfmittelpunkt für die 284 Dorfbewohner. Nach dem Krieg Wohnunterkunft für Flüchtlinge und später, bis zur deutschen Einheit, Betriebskantine der örtlichen landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft. Als Werkessenausgabe und für Versammlungen und Familienfeiern genutzt, war auch noch das Bürgermeisterbüro hier untergebracht und in der oberen Etage Wohnungen. Nach der Wende gelang es Altbürgermeister Willy Gerdel einen Rückübertragungsanspruch derer von Polier, auf das Gut , samt Gutshaus, erfolgreich abzuwehren und dieses im Gemeindeeigentum zu halten. Der Gemeinde glückte 1998 eine Teilsanierung des Gutshauses, die heute noch gut sichtbar ist. Über Förder – und Eigenmittel konnten umfangreiche Renovierungsmaßnahmen, wie neue Fenster und Türen, eine neue Heizung eingebaut und das Dach gemacht werden. Der Eingangsbereich wurde so, wie er ursprünglich einmal war, angelegt. Die Straße zum Haus neu gepflastert und es wurden Parkmöglichkeiten geschaffen, um eine erfolgreiche Nutzung zu ermöglichen. An der Landesstraße 10, dem Autobahnzubringer für die A 20, die durch führt, findet der Besucher noch ein vergessenes Schild aus vergangenen, besseren Zeiten, des im Volksmund gerne als “Schloss ” bezeichneten Gemäuers, dass etwa 1857 erbaut wurde. „Zur Schlossgaststätte “ist darauf zu lesen. Zwei Gastronomen betrieben diese nach der Sanierung und Renovierung. Ein wirtschaftlicher Betrieb war mit dem damaligen Konzept leider nicht möglich. Die Gaststätte schloss zum Jahreswechsel 07/08. Der letzte Inhaber Ralf Hoch musste aufgeben. Es rechnete sich nicht. Das Gutshaus wurde leer geräumt, die Möbel verkauft und seither nicht mehr genutzt. ist seit 2004 Ortsteil von Kröpelin und somit wird auch das Gutshaus von Kröpelin verwaltet. Der neue Bürgermeister der Stadt, Herr Wunschik, bemühte sich, sofort nach seinem Amtsantritt, um die Ansiedlung einer Kunsthochschule in . Leider ist daraus nichts geworden und nun bietet die Stadt das Gutshaus, samt einer Fläche von 5.230 m², auf ihrer Homepage zum Verkauf an. Bleibt für die Stadt Kröpelin und das Gutshaus zu wünschen, dass sich recht bald ein Kaufinteressent findet und die Stadt von den Erhaltungskosten entlastet wird. Den Altenhägnern sei gewünscht, dass die Nutzungskonzeption des neuen Eigentümers eine öffentliche Zugängigkeit des Gutshauses erlaubt und vielleicht in Form eines Hotels oder einer neuen Gaststätte, in Richtung Erlebnisgastronomie, ihren Dorfmittelpunkt erfolgreich neu beleben möge.

5 Kommentare zu “Was wird aus dem Gutshaus Altenhagen?”


  1. 1 gast schmidt (Gast)

    hallo es wird nicht dargestellt das es auch eine variante mit dem ehem. eigentümern dem grafen polier gab-betreibung als hotel-heute zu sehen in der nähe von rostock auch einem ehem. gut der grafen

  2. 2 regm Thomas Wendt (Leser)

    Das muß sich dann aber um eine ganz alte Geschichte handeln, denn Grafen gibt das in ganz Deutschland schon seit über neunzig Jahren nicht mehr.

  3. 3 gast m (Gast)

    Haöllo Herr Wendt,
    Grafen gibt es nicht mehr ???
    es gibt sogar Freiherren :-) und Barone ! auch hier in MV!!! bzw. wieder ! :-)
    m.

  4. 4 regm Thomas Wendt (Leser)

    Kaiser Wilhelm II. floh 1918 in die Niederlanden und kurz darauf endete in ganz Deutschland die Zeit auch der Freiherren, Barone, Grafen usw.. Da hat auch nie wieder jemand ernsthaft nach gerufen.

    Über “Prügelprinzen” und “Pinkelprinzen” mag man sich ja gelegentlich noch im deutschen Fernsehen amüsieren, aber ob solche “Herren” tatsächlich auch schon in MV gesichtet wurden, entzieht sich meiner Kenntnis.

  5. 5 gast Birgit (Gast)

    @m
    Ja, es mag sie wirklich hier in MV geben, doch manch einer hat nicht das Benehmen als solcher!!!

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