Glauben Sie nicht? Dann klicken Sie mal in die Karte.
Neben Kräpelin führt der Atommülltransport voraussichtlich am Donnerstag 16.12.2010 ebenfalls dicht vorbei an Hanshagen , Diedrichshagen und Neu Boltenhagen !
Zugegeben, es sind lediglich Orte mit ähnlichen Namen, aber der Atomwahnsinn geht uns alle an! Es gibt viele Möglichkeiten sich am Protest an der Castorenstrecke zu beteiligen. Nähere Informationen unter http://lubmin-nixda.de/.
Wer mitfahren möchte, starte beispielsweise mit dem Zug ab Kröpelin 7:20 in Richtung Rostock. Einfach ein Schönes Wochenendticket für 37 Euro wählen Damit kann mit fünf Personen fünf Personen reisen, so daß es pro Person dann lediglich noch 7,40 Euro sind. In der Regionalbahn sind die Automaten ohnehin meist kaputt und die anderen vier Mitfahrer finden man unter Garantie spätestens ab Rostock Hauptbahnhof. Aufenthaltszeit ist ausreichend, weil die Treffzeit erst um 8:20 Uhr ist (ich werde auch dort sein) und die Abfahrtszeit um 8:34 Uhr.
Wer sich nicht wehrt, kriegt am Ende den ganzen Dreck vor die Haustür geliefert. Niemand in Mecklenburg-Vorpommern kann ein Interesse an einer verseuchte Landschaft haben und doch rollen noch in diesem Herbst die ersten hochradioaktive “Castoren” mit ausschließlich westdeutschen Atommüll in das ostdeutsche “Zwischen”-Lager Lubmin bei Greifwald. Und es werden nicht die letzten sein! Nicht, wenn sie die Mecklenburger und Vorpommern nicht dagegen wehren, gemeinsam mit allen, die den Atomwahnsinn stoppen wollen!
Wegen eines kleinen Spätsommerschnupfens nahm ich gestern nicht an der Veranstaltung “Öffentliche Bürgerbeteiligung” für die beantragte Errichtung einer Biogasanlage in Kröpelin teil. Der Umstand an sich wurde mehrfach in den Ausschüssen besprochen und schließlich die gesonderte Bürgerbeteiligung beschlossen. Speziell im öffentlichen Hauptausschuss hatten die Betreiber der AgroEnergy AG ihr Konzept vorgestellt und daher hatte ich persönlich auch keine weiteren Fragen.
Dafür nahm Herr Gutteck an der Veranstaltung teil und erklärt auf seinem Blog Kroepeliner.de sehr genau die rechtlichen Grundlagen. Fazit: Die Kröpeliner können zwar ihre Meinung dazu kundtun, die Genehmigung und Kontrolle erfolgt allerdings durch die Landesfachbehörde. Mögliche Geruchsbelästigung muß so gering wie möglich gehalten werden und ebenso die Belastungen durch den Transportverkehr. Wenn Investoren und Behörden die gestern vorgetragenen berechtigten Anliegen bei der Umsetzung berücksichtigen, wird das eine gute Sache und unserem kleinen Ackerbürgerstädtchen Kröpelin angemessen.
Immerhin versprachen die Investoren das komplette Ersetzen der veralteten Stallanlagen, mittelfristig auch das Abtragen der alten Silotürme und den Erhalt der bestehenden Arbeitsplätze. Auf ihrer Homepage bezeichnen sie ihren Betrieb als “profitabel arbeitend”. Dann sollte wohl zudem auch etwas Gewerbesteuer für unser Stadtsäckel abfallen.
Gegen Atommüll: Demonstration in Rostock – “Wir wollen keinen Castortransport in Rostock, Lubmin und nirgends” – unter diesem Motto wollen sich am Freitag, den 27. August Atomkraftgegner in der Rostocker Innenstadt versammeln. Dazu ruft das Rostocker Anti-Atom-Bündnis auf.
Die Demonstration, die durch die Innenstadt und die Kröpeliner-Tor-Vorstadt führen soll richtet sich vor allem gegen die Castortransporte, die dieses Jahr ins Zwischenlager Nord bei Greifswald rollen sollen. Da die Behälter mit hochradioaktivem Inhalt wahrscheinlich auch durch Rostocks Schienennetz fahren, wird auch in Rostock protestiert.
Das Netzwerk unterstreicht mit der Demonstration ihre Forderung, die sinnlose und gefährliche Nutzung der Atomkraft weltweit zu beenden und fordert die sofortige Abschaltung aller Kernanlagen.
Hintergrund:
Das Bundesamt für Strahlenschutz hat bis Ende des Jahres drei Castortransporte aus Karlsruhe und Caderache/Frankreich ins Zwischenlager Nord genehmigt. Die Castorbehälter beinhalten hochradioaktives Abfallmaterial aus den Forschungsanlagen Jülich, Karlsruhe und Geesthacht und wurden teilweise schon mehrere tausend Kilometer durch Europa gefahren um künftig im Zwischenlager Nord die nächsten 40 Jahren abzuklingen. Damit wird erstmals auch Müll aus westdeutschen Kernanlagen auf das Gelände des ehemaligen Kernkraftwerks gelagert, obwohl das Lager in den 1990ern gebaut wurde um ausschließlich die abgebrannten Brennelemente und Reaktorteile aus ostdeutschen Kernkraftwerken aufzunehmen.
Die Demonstration richtet sich gegen die Politik von Bundesregierung und Betreibern, die mit dem ´Spazierenfahren´ von Atommüll eine Entsorgung suggerieren wollen und so die 17 verbliebenen Atomkraftwerke weiterlaufen lassen wollen.
Die Demonstration ist nur einer von vielen Aktionen, die dann in Proteste entlang der Transportstrecke münden sollen, wenn der Castor rollt.
Auf der Suche nach Einsparmöglichkeiten im Kröpeliner Stadtsäckl wurde eben noch auf Kroepeliner.deauch über LED-Straßenlampen diskutiert, kann man heute in der Regionalzeitung lesen, daß genau das die Biendorfer umsetzen wollen. “Europa sorgt für neues Licht in Biendorf” titelt Herr Hoppe (OZ) und läßt in seinem Artikel Herrn Olaf Pommeranz die Hintergründe erklären. Als Regionalmanager des LEADER-Programms der Region Ostsee-DBR betreut dieser das lobenswerte Vorhaben der benachbarten Gemeinde. Selbst wenn die Stadt Kröpelin keine Fördermittel von der EU oder anderswoher bekommen sollte, die dauerhaften Einsparungen im Stromverbrauch sind es sicher wert, auch bei uns umgesetzt zu werden.