Donnerstag, 27. Juli 2006 von TGutteck
Seit einigen Tagen ist die Vorfahrt Rostocker Straße / Schulstraße in Kröpelin schon verändert. In den letzten Wochen erfolgte nun auch endlich die neue Beschilderung dieser Kreuzung, so das Touristen und Gäste der Ostseebäder Kühlungsborn und Rerik, nicht mehr durch das Stadtzentrum sondern über die Umgehungsstraße geleitet werden.
Montag, 24. Juli 2006 von Herbert Boldt
Hexenverfolgungen fanden fast ausschließlich in Mitteleuropa während der “Frühen Neuzeit” statt. Grundlage für die massenhafte Verfolgung, überwiegend von Frauen, war die von Theologen und Juristen verbreitete Vorstellung von einer vom Teufel geleiteten Verschwörung gegen das Christentum, deren meist weibliche Mitglieder man schließlich Hexen nannte.
“Die Zauberinnen sollst du nicht leben lassen“, übersetzte einst Luther ein Zitat aus der Bibel. Doch wer jetzt glaubt, dass die Hexenverfolgungen von Frauen (teilweise auch Kindern und Männern) ausschließlich durch die kirchliche Justiz erfolgte, unterliegt einem Irrtum. Es waren vor allem die weltlichen Hexenprozesse, wie die von Könicke Laatsch aus Kröpelin und Katharina Baumann aus Demmin, die bis heute unvergessen sind und in der Literatur einen Platz des Nichtvergessens gefunden haben.
( Leider fand der Antrag zum Aufstellen eines Gedenksteins für die Opfer der Hexenverfolgung im Kröpeliner Stadtparlament keine Mehrheit. Schade eigentlich.)
War es doch Könecke Latsch – bekannt als „Hexe von Kröpelin“ die am 10. September 1666 auf dem Galgenberg (heute etwa in der Feldstraße) verbrannt und zu einer geschichtlichen Berühmtheit wurde. Wie zu dieser Zeit üblich, fand sie ihr trauriges Ende unter “großer Anteilnahme” der Bevölkerung.
Die Prozessakten liefern bis heute Stoff für literarische Nachgestaltung, zum Beispiel für Theaterstücke, die anlässlich von Stadtjubiläen wie z.B. zur 700 Jahrfeier und 1999 zur
750 Jahrfeier in Kröpelin. Die Aufführungen waren ein Erfolg und gut besucht.
(Siehe Foto)
Der unlängst in Kröpelin gegründete Mühlenverein organisiert gegenwärtig unter der Federführung von Frau Kordshagen eine Wiederaufführung des Theaterstücks „Die Hexe von Kröpelin“. Es konnten alle Darsteller von 1999 wieder gewonnen werden. Die Proben beginnen ab Herbst und die Aufführung soll noch 2007 erfolgen.
In Mecklenburg waren Margarete Genseke aus Hohenfelde das erste und Trina Schlorff aus Hastorf das letzte unschuldige Opfer einer vom Hexenaberglauben tief befallenen Menschheit. Aus der Sicht des vaterrechtlichen religiösen Dogmas, ist der Tot im Feuer notwendig, um die arme Seele der Hexen zu erretten. Die erste bekannte Hexenverbrennung war am 21. Juli 1336 in Kröpelin, da wurde eine alte Frau verbrannt, die durch ein Zauberbild, oder durch eine Wachspuppe, dem regierenden Herzog Albrecht II. nach dem Leben getrachtet haben soll. Der wahre Hintergrund war aber der Kampf zweier Klöster gegeneinander. Bereits 1487 wurde der “Hexenhammer” herausgegeben, ein Gesetzbuch zur Verfolgung der Hexen, das bis in das 18. Jahrhundert hinein in vielen Auflagen erschien. Mecklenburg erhielt 1562 eine Polizeiordnung, die das Brennen von Hexen legitimierte.
Es folgten auch 1665-1668 noch viele Hexenprozesse und Verbrennungen. Das letzte Beispiel einer Hexenverbrennung fällt in das Jahr 1697, in dem eine Frau aus der Nähe von Doberan verbrannt wurde.
Sonntag, 23. Juli 2006 von Herbert Boldt
„Auf den Spuren von Wolfgang Amadeus Mozart“ hieß das Motto, unter dem sich das Kröpeliner „Stern-Ensemble“ auf sein diesjähriges, traditionelles 13. Sommerkonzert, für den 22. Juli, gut vorbereitet und für das es viel geübt hatte.“ Musik soll Kurzweil und Freude bereiten“ so Chorleiterin, Frau Bärbel Stern, nach der offiziellen Eröffnung des Konzerts durch Herrn Olaf Pleban (Propst) Und weiter : „Mit Musik geht alles besser, lassen sie es uns heute gemeinsam versuchen – wir bitten Sie, mit zu singen“
Das Konzert mit Einzelstücken aus Werken von W.A. Mozart sollte aber auch als eine kleine Aufmerksamkeit des Stern-Ensembles im diesjährigen internationalen Mozartjahr zum
250. Geburtstag des großen Komponisten aus Österreich verstanden sein.
Das ist gelungen.
Wie zu jedem ihrer Konzerte gibt das Ensemble talentierten jungen Leihenmusikern die Möglichkeit, sich öffentlich mit ihrem Können vorzustellen. So auch diesmal.
So traten die kleinen Musiktalente mit Soloauftritten, zwischen und mit den Chorgesängen, vor ihr Publikum.
Julia Friese
14 Jahre alt – als Akordionsolistin mit „Oh wehen the saints“
Willi Brekenfelder
8 Jahre alt – als Klaviersolist mit “Sonata facile“und am Keybort „In der Welt bin ich allein“ zusammen mit dem Chor.
Ansgar von Velsen
8 Jahre alt – als Gitarrensolist mit dem Stück „Bundeslied“
Deniese Koßidowski
13 Jahre – als Flötensolistin zwischen „ Das klingt so herrlich „aus der Zauberflöte, vom Chor dargeboten.
Justine Stern – Friedrichs
9 Jahre alt zusammen mit
Franziska Koßidowski
10 Jahre alt als Gesangssolisten mit „In einem kleinen Apfel“
Auch als Gesangssolisten die Geschwister
Regina und Christian Stern
mit „Könnte jeder brave Mann …“
Sie alle waren eine echte Bereicherung, zum und mit dem Chor, der über eine Stunde andauernden und des mit viel Hingabe dargebrachten Musikvortrages im Ambiente der Evangelisch Lutherischen Kirche zu Kröpelin. Es gab nicht nur viel Applaus, die Zuschauer sangen auch, wie anfänglich ermuntert, intensiv mit. Vielleicht auch Ausdruck dafür, das es gefallen hat.
Mit „Schlafe mein Prinzchen „ verabschiedete sich das „Stern-Ensemble“ für diesen Tag. Ein weiterer Auftritt mit Mozarts Liedern ist noch in diesem Sommer, für die Doberaner und ihre Gäste, im Doberaner Münster in Vorbereitung.
Dienstag, 13. Juni 2006 von TGutteck
Wie ich gestern erfahren durfte hat sich ein Verein namens “Kröpeliner Mühle e.V.” gegründet, der sich zum Ziel gesetzt hat, sich für den Erhalt, Ausbau und Nutzung der Mühle einzusetzen. Prinzipiell eine gute Sache meiner Meinung, leider aber doch recht planlos, weil eine solche Vereinsgründung sollte öffentlich erfolgen, das heisst dazu gehört ein gewisses Pressemanagement, um Mitglieder, Mittel, Aufmerksamkeit und Einfluss zu gewinnen.
Gruss
Thomas
Samstag, 29. April 2006 von Thomas Wendt
Seit knapp drei Tagen kann man nun endlich auch in Kröpelin dem Nachbarn über den Zaun schauen. Die kostenfreien “Google Maps” machen es möglich. Waren die Satellitenaufnahmen von Deutschland bisher noch ziemlich grob, so sind sie ab sofort in bester Auflösung nutzbar. Zwar stammt das Material noch vor dem Umbau des Großen Parkplatzes, aber ansonsten scheint es doch ziemlich aktuell zu sein. Ein Blick über die Stadt lohnt sich also ganz sicher :-)