Sonntag, 05. Februar 2012
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Ein Jahr Kröpeliner Bürgermeister Hubertus Wunschik – es wird Zeit für eine Bilanz

Am 13. April 2008 wählte etwa ein gutes Viertel der wahlberechtigten Kröpeliner Herrn Wunschik zum Bürgermeister. Danach blieb ihm reichlich Zeit, seine Zelte in Mönchengladbach abzubauen und sich auf seine Aufgabe in Kröpelin vorzubereiten, denn erst am 29. August 2008 folgte die Vereidigung und am 1. September 2008, also vor exakt einem Jahr die Amtsübernahme.

Irgendwann ist es üblich geworden, nach einer 100-Tage-Frist die erste politische Bewertung eines neuen Amtsinhabers vorzunehmen. Auf diesem Blog wurde damals darauf verzichtet, doch auf Kroepeliner.de kann man noch ein wenig dazu lesen:

erstaunlich das er neben dem normalen Tagesgeschäft, für welches er ja auch verantwortlich ist, es auch geschafft hat 2 Konzepte zu erstellen und diese zu untermauern und durch die entsprechenden öffentlichen Gremien absegnen zu lassen. Man merkt natürlich sofort an seinem Konzept für die Mühle und für das Gutshaus Altenhagen, das er aus dem künstlerischen Bereich stammt, aber es sind und es wäre schön wenn er Sie umgesetzt kriegt.

Da also kommen sie her, die “Visionen”. Erstaunlich finde ich, daß seither kein Stadtvertreter mehr als diese beiden ersten Konzepte lesen konnte. Sie wurden auch bisher nirgendwo veröffentlicht und das ist auch gut so, denn tatsächlich verdienen sie die Bezeichnung Konzept kaum. Ich halte sie vom Schreibstil her für romantische Schwärmereien, wie auch ich sie im Kerzenschein bei einer oder zwei Flaschen Rotwein wohlig schreiben könnte. Nicht ein Wort findet man zur Finanzierung, zum rechtlichen und zeitlichen Rahmen oder überhaupt zur konkreten Umsetzung.

BilanzVon einer Untermauerung, wie sie im Zitat angedeutet wird, kann weder in den ersten 100 Tagen noch in den nachfolgenden 265 Tagen die Rede sein. Mir ist lediglich bekannt, daß Herr Wunschik mit seinen “Konzepten” fleißig hausieren geht und diesen beiden nun schon alten weitere folgen ließ. Von diesen konnte man beispielsweise vage etwas auf der Einwohnerversammlung am 20. Juli erfahren, doch Herr Wunschik scheint sich davor hüten zu wollen, dazu etwas zu verschriftlichen. Es könnte ja jemand kommen und ihn beim Wort nehmen?

Auch von der im Zitat beschrieben “Absegnung durch die entsprechenden öffentlichen Gremien” kann überhaupt keine Rede sein. Herr Wunschik stellte zwar seine beiden “Konzepte” im letzten Herbst dem alten Hauptausschuss und der alten Stadtvertretung vor und selbstverständlich staunten deren Mitglieder nicht schlecht über diese ungewöhnlichen Ideen. Abgesehen von der bezahlten Arbeitszeit des Bürgemeisters um sich seinen Visionen zu widmen, wurde kein Cent extra bewilligt. Damals hielt man das wohl auch für besonders künstlerisch einmalig und wünschte – wie auch übrigens ich – Herrn Wunschik viel Erfolg beim Versuch der Umsetzung. Dieser versäumte nicht, sich damit umgehend in der Presse bekannt zu machen. Zumindest darin kann man dem Kröpeliner eine gewisse Geschicklichkeit nicht absprechen.

Wie aber sieht die “restliche” des vergangenen Jahres aus?

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