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Dienstag, 14. Dezember 2010 von Thomas Wendt
Von Cadarache, nahe der französischen Mittelmeerküste bis zur Ostseeküste wird der Atommülltransport mehr als zwei Tage unterwegs sein. Wahrscheinlich ab Donnerstagmorgen ist mit ihm in Mecklenburg-Vorpommern zu rechnen. Laut Ostsee-Zeitung fährt des Castor-Transport über Ludwigslust, Schwerin, Bützow, Rostock, Stralsund nach Greifswald und dann über die 22 km lange Werkbahn nach Lubmin. An allen möglichen Strecken berichten Freiwillige über den Fortgang des Transportes: http://castorticker.de/map – Karte und Ticker.
Seit heute Nachmittag ist am Hauptbahnhof Rostock, Ausgang Nord, eine ständig besetzte Mahnwache eingerichtet. Dort bekommt man alle Informationen, wie man sich in den Widerstand rund um Rostock einreihen kann, siehe auch: http://lubmin-nixda.de/.
Wer gleich oder später nach Greifswald durchfahren möchte, findet einen ersten Anlaufpunkt im Jugendzentrum Klex, Greifswald, Lange Straße 14. Dort erfährt man beispielsweise an welcher der eingerichteten Mahnwachen noch Unterstützer gebraucht werden. Es gibt eine Bettenbörse, Volksküche und jede Menge Informationen. Man sieht sich…









Dienstag, 14. Dezember 2010 von Thomas Wendt
Glauben Sie nicht? Dann klicken Sie mal in die Karte.
Neben Kräpelin führt der Atommülltransport voraussichtlich am Donnerstag 16.12.2010 ebenfalls dicht vorbei an Hanshagen , Diedrichshagen und Neu Boltenhagen !
Zugegeben, es sind lediglich Orte mit ähnlichen Namen, aber der Atomwahnsinn geht uns alle an! Es gibt viele Möglichkeiten sich am Protest an der Castorenstrecke zu beteiligen. Nähere Informationen unter http://lubmin-nixda.de/.
Wo befinden sich die Castoren im Moment? http://castorticker.de/map – Karte und Ticker.





Montag, 13. September 2010 von Thomas Wendt
Wer mitfahren möchte, starte beispielsweise mit dem Zug ab Kröpelin 7:20 in Richtung Rostock. Einfach ein Schönes Wochenendticket für 37 Euro wählen Damit kann mit fünf Personen fünf Personen reisen, so daß es pro Person dann lediglich noch 7,40 Euro sind. In der Regionalbahn sind die Automaten ohnehin meist kaputt und die anderen vier Mitfahrer finden man unter Garantie spätestens ab Rostock Hauptbahnhof. Aufenthaltszeit ist ausreichend, weil die Treffzeit erst um 8:20 Uhr ist (ich werde auch dort sein) und die Abfahrtszeit um 8:34 Uhr.
Wer sich nicht wehrt, kriegt am Ende den ganzen Dreck vor die Haustür geliefert. Niemand in Mecklenburg-Vorpommern kann ein Interesse an einer verseuchte Landschaft haben und doch rollen noch in diesem Herbst die ersten hochradioaktive “Castoren” mit ausschließlich westdeutschen Atommüll in das ostdeutsche “Zwischen”-Lager Lubmin bei Greifwald. Und es werden nicht die letzten sein! Nicht, wenn sie die Mecklenburger und Vorpommern nicht dagegen wehren, gemeinsam mit allen, die den Atomwahnsinn stoppen wollen!






Mittwoch, 25. August 2010 von Thomas Wendt
Gegen Atommüll: Demonstration in Rostock – “Wir wollen keinen Castortransport in Rostock, Lubmin und nirgends” – unter diesem Motto wollen sich am Freitag, den 27. August Atomkraftgegner in der Rostocker Innenstadt versammeln. Dazu ruft das Rostocker Anti-Atom-Bündnis auf.

Die Demonstration, die durch die Innenstadt und die Kröpeliner-Tor-Vorstadt führen soll richtet sich vor allem gegen die Castortransporte, die dieses Jahr ins Zwischenlager Nord bei Greifswald rollen sollen. Da die Behälter mit hochradioaktivem Inhalt wahrscheinlich auch durch Rostocks Schienennetz fahren, wird auch in Rostock protestiert.
Das Netzwerk unterstreicht mit der Demonstration ihre Forderung, die sinnlose und gefährliche Nutzung der Atomkraft weltweit zu beenden und fordert die sofortige Abschaltung aller Kernanlagen.
Hintergrund:
Das Bundesamt für Strahlenschutz hat bis Ende des Jahres drei Castortransporte aus Karlsruhe und Caderache/Frankreich ins Zwischenlager Nord genehmigt. Die Castorbehälter beinhalten hochradioaktives Abfallmaterial aus den Forschungsanlagen Jülich, Karlsruhe und Geesthacht und wurden teilweise schon mehrere tausend Kilometer durch Europa gefahren um künftig im Zwischenlager Nord die nächsten 40 Jahren abzuklingen. Damit wird erstmals auch Müll aus westdeutschen Kernanlagen auf das Gelände des ehemaligen Kernkraftwerks gelagert, obwohl das Lager in den 1990ern gebaut wurde um ausschließlich die abgebrannten Brennelemente und Reaktorteile aus ostdeutschen Kernkraftwerken aufzunehmen.
- Die Demonstration richtet sich gegen die Politik von Bundesregierung und Betreibern, die mit dem ´Spazierenfahren´ von Atommüll eine Entsorgung suggerieren wollen und so die 17 verbliebenen Atomkraftwerke weiterlaufen lassen wollen.
- Die Demonstration ist nur einer von vielen Aktionen, die dann in Proteste entlang der Transportstrecke münden sollen, wenn der Castor rollt.
Weitere Informationen: www.lubmin-nix-da.de



Dienstag, 2. März 2010 von Thomas Wendt
Heute erklärte das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe das am 1. Januar 2008 in Kraft getretene Gesetz zur massenhaften Speicherung von Telefon- und Internetdaten als verfassungswidrig. Alle Bestimmungen sind nichtig, alle gesammelten Daten müssen unverzüglich gelöscht werden. Im umfangreichsten Massenklageverfahren in der Geschichte des Gerichts hatten fast 35.000 Bürger Verfassungsbeschwerde gegen das Gesetz eingelegt. Einer dieser Kläger bin ich und darum geht es mir heute auch ganz besonders gut!
Der Kampf hat sich gelohnt. Der Schreibkram zur Verfassungsbeschwerde war dabei noch die geringste Hürde, denn Widerstand gab es vor allem auch in der eigenen Partei. Die Mehrheit der SPD-Bundestagsfraktion hatte dieses unsägliche Gesetz mitgetragen. Doch damit wollten sich die Mitglieder des SPD-Ortsvereines Rerik Salzhaff Kröpelin nicht abfinden, thematisierten die verdachtsunabhängige Vorratsdatenspeicherung und die Aushöhlung der Bürgerrechte immer wieder, führten schließlich Beschlüsse auf SPD-Kreisparteitagen und zuletzt auch auf dem SPD-Landesparteitag herbei.
Zu Unrecht darf man nicht schweigen! Egal, ob das die Freiheitsrechte betrifft oder wie kürzlich die ebenfalls vom Bundesverfassungsgericht kassierten verfassungswidrigen HartzIV-Regelungen zu Kindern. Niemand braucht eine SPD, die Teil der herrschaftlichen Obrigkeit sein möchte, Abgeordnete, die ihren Auftrag für die Allgemeinheit vergessen und blind werden gegenüber Unrecht!
Am Sonnabend konnten die Leser der Ostsee-Zeitung von einem weiteren Unrecht lesen. Unter der Überschrift: “Datenschutz: Bürgermeister droht Anzeige” und dem Untertitel: “Im Zuge der beschlossenen Stasi-Überprüfung der Stadtvertreter sandte der Rathauschef deren Daten zu “Birthler”. Das war nicht richtig.” wird der Vorgang zumindest teilweise beleuchtet. Nur ein Richterspruch wird die Rechtslage zweifelsfrei klären können. Nur mit einem Richterspruch hat die Stadtvertretung eine zweifelsfreie Grundlage über disziplinarische Maßnahmen nachzudenken. Daher kann ich Herrn Schlutow nur ermutigen, seiner Ankündigung: “Ich prüfe eine Anzeige in dieser Sache gegen den Bürgermeister.” nachzukommen.
Wo kein Kläger, da kein Richter.